In Osterholz-Scharmbeck scheint der Fortschritt bei der Sanierung der Berufsbildenden Schulen ins Stocken geraten zu sein. Seit fast einem Jahr stehen die Arbeiten still, während die neue Ausführungsplanung ansteht. Die renommierte „abj Architekt:innen GmbH“ aus Hamburg hat die Ausführungsplanung übernommen und wird sich dem Projekt in den kommenden Monaten widmen. Die Einarbeitung und eigene Planung dauern voraussichtlich sechs bis sieben Monate. Man könnte fast sagen, die Planer müssen erstmal die richtigen „Schrauben“ finden, bevor es so richtig losgeht.

Der Landkreis hat große Pläne: In drei Bauabschnitten über vier Jahre sollen insgesamt 75,5 Millionen Euro investiert werden. Aber wie das oft so ist, sind die Prognosen zu Kosten und Bauzeiten aufgrund externer Markteinflüsse alles andere als sicher. Die EU-weite Ausschreibung für die Ausführungsplanung ist mittlerweile abgeschlossen, und das Verhandlungsverfahren mit den Bietern hat auch sein Ende gefunden. Doch die Insolvenz des früher verantwortlichen Architektenbüros PBR im Mai 2025 hat den Zeitplan ordentlich durcheinandergebracht. Man fragt sich, ob die Bauarbeiten jemals in den Gängen des Schulgebäudes ankommen werden.

Ein langer Weg zur Fertigstellung

Die Neubauten, die bereits im Herbst 2022 und im Frühjahr 2026 bezogen wurden, waren nur der erste Schritt. Doch die Herausforderungen sind gewaltig. Die ersten Handwerker sollen im ersten oder zweiten Quartal 2027 beginnen. Die drei Bauabschnitte starten mit der Werkstatthalle, gefolgt von der Mittelspange und dem neuen Forum. Die Anbauten im Westen stehen zuletzt auf der Liste, wo Übergangslösungen für Klassenräume geschaffen werden müssen. Es ist eine Art „Bau-Hickhack“, bei dem die Planer zwischen Fortschritt und Rückschlägen jonglieren müssen.

Immer wieder wird betont, dass das gesamte Projekt in den Haushaltsjahren 2020 bis 2029 mit 75,5 Millionen Euro unterstützt wird. Für die Jahre 2023 und 2024 stehen bereits 24,4 Millionen Euro für Baukosten und Erstausstattung bereit. Dabei setzen die Verantwortlichen auf vergünstigte Kommunalkredite und KfW-Förderung für Einzelmaßnahmen. Doch die aktuelle Kostenschätzung bleibt schwer zu fassen – die Preisschwankungen hängen von den Weltmärkten ab, insbesondere durch den Irankonflikt. Ein Blick auf die Baupreise kann einem schon die Laune verderben!

Ein Blick auf die Schulbau-Situation in Deutschland

Die Situation in Osterholz-Scharmbeck ist kein Einzelfall. Viele Schulen in Deutschland kämpfen mit maroden Zuständen – bröckelnder Putz, undichte Fenster und unhygienische Toiletten sind nur die Spitze des Eisbergs. Der Investitionsrückstand im Bereich Schulinfrastruktur wird 2024 einen Rekordwert von 54,8 Milliarden Euro erreichen. Ein gewaltiger Betrag, der sich nicht einfach von heute auf morgen auflösen lässt. Die steigenden Kinder- und Schülerzahlen, die Herausforderungen der Inklusion und das Recht auf Ganztagsbetreuung setzen den Kommunen zusätzlich zu.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Eine Umfrage zeigt, dass 56 Prozent der befragten Kommunen ihren Investitionsrückstand im Bereich Schulen als „nennenswert“ oder sogar „gravierend“ einschätzen. Die Gründe für stockende Bauvorhaben sind vielfältig: fehlende Finanzmittel, bürokratische Hürden, Personalmangel in der Bauverwaltung und Lieferengpässe in der Bauwirtschaft. Dr. Fritzi Köhler-Geib von der KfW macht deutlich, dass es an der Zeit sei, diese Hürden abzubauen, um die dringend notwendige Infrastruktur zu schaffen.

Die Idee von modularen Bildungsbauten könnte eine Lösung in petto haben. Sie bieten eine schnellere Umsetzung und finanzielle Flexibilität. Mit einer durchschnittlichen Bauzeit von etwa drei Monaten (das ist mal eben 75 Prozent Zeitersparnis im Vergleich zur konventionellen Bauweise!) könnten Kommunen wertvolle Zeit gewinnen. Außerdem sind diese Bauten nachhaltig, da sie wiederverwendbar und recyclingfähig sind. Das alles könnte den Weg zu einer besseren Bildungslandschaft ebnen, wo die Innengestaltung der Bildungsräume hohe Ansprüche an Farben, Akustik und Luftqualität erfüllt. Wer hätte gedacht, dass das Lernen einen solchen Einfluss auf die bauliche Gestaltung hat?

Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören heute zu den grundlegenden Anforderungen an jedes professionelle Nachrichtenangebot. Unser neues System setzt auf datensparsame Verarbeitung, den weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter-Skripte und transparente Einwilligungsmechanismen. Die DSGVO-sichere technische Basis wurde von Daniel Wom / VeloCore geschaffen.