In Osterholz, einer Stadt, die für ihre Ruhe bekannt ist, gibt es derzeit ein besorgniserregendes Phänomen: Die psychischen Gewalttaten nehmen zu. Die genauen Ursachen sind unklar, aber es ist deutlich, dass die lokale Gemeinschaft aufwacht und sich engagiert, um dem entgegenzuwirken. Hier kommen verschiedene Akteure ins Spiel, die sich in der Präventions- und Unterstützungsarbeit stark machen. Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen dabei Licht und Schatten: 2025 verzeichnet die Statistik nur 34 Raubdelikte – ein erfreulicher Rückgang im Vergleich zu 54 Fällen im Jahr 2023. Die hohe Aufklärungsquote bei Körperverletzungs- und Beziehungsdelikten von 87% lässt auf eine effektive Polizeiarbeit schließen.

Doch während die körperliche Gewalt scheinbar rückläufig ist, gibt es einen alarmierenden Anstieg der Anzeigen psychischer Gewalt – auf 284 Fälle. Psychische Gewalt umfasst alles von Beleidigungen über Bedrohungen bis hin zu Stalking und Freiheitsentziehung. Michael Bartsch, der Revierleiter, hebt hervor, dass das erhöhte Anzeigeverhalten ein Zeichen für die Erfolge der Präventionsarbeit sein könnte. Die Polizei ist aktiv, führt Präventionsmaßnahmen in Schulen und öffentlichen Räumen durch und hat sogar Cybergrooming in ihre Strategien aufgenommen. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hat in diesem Zusammenhang annähernd 1100 Polizeirufe registriert, was bei den hohen Fahrgastzahlen relativiert werden kann. Um Übergriffe besser zu kontrollieren, setzt die BSAG auf Kameras und Künstliche Intelligenz.

Die Bedeutung der Prävention

Streetworker Christoph Reineke betont die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Jugendliche, die durch die Schließung von Jugendhäusern in ihrer Freizeitgestaltung stark eingeschränkt wurden. Glücklicherweise ist das Jugendhaus Tenever unter einem neuen Träger wieder in Betrieb, und das Auswahlverfahren für Fitpoint läuft. Hier zeigt sich, dass die Gemeinschaft zusammenhält und versucht, die Lücken zu schließen, die durch die Krise entstanden sind.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz hat ebenfalls ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht und festgestellt, dass die Gesamtkriminalität im Landkreis auf einem stabilen Niveau bleibt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es keine signifikanten Anstiege bei den registrierten Straftaten. Diese Stabilität wird der effektiven Präventionsarbeit und der polizeilichen Präsenz zugeschrieben. Eigentumsdelikte zeigen zwar leichte Schwankungen, aber bei Gewaltstraftaten und besonders schweren Verbrechen gibt es glücklicherweise keine signifikanten Zunahmen. Die Polizei setzt auf Präsenz, Aufklärung und Prävention, um die Sicherheit zu gewährleisten und kooperiert eng mit anderen Behörden und örtlichen Institutionen.

Ein Blick auf die Gesamtkriminalität in Deutschland

<pDoch wie verhält sich die Situation hier in Osterholz im Vergleich zum Rest Deutschlands? Laut den Zahlen aus 2024 hat die Polizei insgesamt 5.837.445 Verdachtsfälle mutmaßlicher Straftaten registriert. Das Kriminalitätsaufkommen hat sich seit den 1990er Jahren konstant um die Marke von sechs Millionen Fällen bewegt. Die Mehrheit der Verdachtsfälle betrifft Eigentums- und Vermögensdelikte, während Körperverletzungs- und Gewaltdelikte etwas mehr als 10% ausmachen. Interessanterweise sind Männer dreimal so häufig polizeilich auffällig wie Frauen, während Jugendliche und junge Erwachsene überrepräsentiert sind.

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Ein Anstieg bei mutmaßlichen Sexualdelikten könnte auf eine gestiegene Sensibilisierung und Anzeigenbereitschaft zurückzuführen sein. Und während Drogendelikte insgesamt rückläufig sind, sieht man einen Anstieg bei anderen Drogen wie Kokain. Dunkelfeldstudien zeigen zudem, dass die tatsächliche Kriminalität in der Bevölkerung oft höher ist, als die amtlichen Statistiken vermuten lassen. Das Dunkelfeld in den Bereichen Cyberkriminalität und Sexualstraftaten ist besonders groß. Wir sollten uns dessen bewusst sein und wachsam bleiben – die Sicherheit eines jeden von uns hängt auch von unserem Engagement ab.