In der kleinen Ortschaft Greene, unweit von Northeim, tut sich etwas Großes. Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hat ein ganz besonderes Modellprojekt ins Leben gerufen: Die erste Dorf-Universität Deutschlands! Das Ziel? Wissen in der Gemeinde zu identifizieren, zu bündeln und für alle nutzbar zu machen. Ein echter Schatz, wie das Motto des Projektes sagt: „Unser Wissen – ein Schatz!“

Die Dorfbewohner sollen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken und weitergeben. Handwerkliche Kenntnisse, regionales Wissen, die Geschichte und die Umweltkompetenz der Einwohner stehen dabei im Mittelpunkt. So wird nicht nur das Wissen im Dorf aufgespürt, sondern auch die Gemeinschaft gestärkt und die Lebensqualität erhöht. Eine Dorf-Volkshochschule soll entstehen, die den Bürgern ein Forum bietet, um sich auszutauschen und weiterzubilden. Und der erste Schritt? Die Verteilung von Postkarten an alle Haushalte, um anonym Wünsche und Ideen mitzuteilen. Am Donnerstag, den 2. Juli, findet eine Dorfversammlung im Landgasthaus Greene statt, bei der Ortsbürgermeister Frank-Dieter Pfefferkorn und Dr. Swantje Eigner-Thiel von der HAWK über das Projekt informieren und Fragen beantworten. Ein spannendes Abenteuer für die ganze Gemeinschaft!

Wissenschaft und Innovation im Dialog

Doch das ist nicht alles, was in der Welt der Wissenschaft und des Wissenstransfers gerade passiert. Barbara Diehl von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) hat sich ebenfalls positiv über Technologietransferansätze geäußert. Ihr zufolge sind die IP-Transferprozesse an Hochschulen oft kompliziert und langwierig. Daher wird seit 2022 das Projekt IP-Transfer 3.0 umgesetzt, das neue Wege für den IP-Transfer testen soll, wie beispielsweise die virtuelle Beteiligung an der TU Darmstadt. Marte Sybil Kessler vom Stifterverband merkt an, dass wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Spitzenforschung selten in die wirtschaftliche Anwendung gelangen – ein Problem, das angepackt werden muss!

In einem Land, in dem jeder Euro in Forschung und Innovation die Wertschöpfung um vier Euro erhöht, wäre es doch schade, wenn wertvolles Wissen ungenutzt bleibt. Das Pilotprojekt IP-Transfer 3.0, an dem 17 Hochschulen und Forschungseinrichtungen teilnehmen, hat das Ziel, den Transfer von geistigem Eigentum transparenter und effizienter zu gestalten. Es werden Musterverträge für verschiedene IP-Transfermodelle erarbeitet, um die Ausgründungsprozesse zu beschleunigen – denn wie eine Befragung des Fraunhofer-ISI zeigt, dauert der Weg vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschluss im Durchschnitt 18,4 Monate! Das sollte doch nicht sein, oder?

Wissenstransfer als Schlüssel zur Innovation

Nun, was bedeutet das alles für die Zukunft? Der Wissens- und Technologietransfer ist entscheidend für den Wettbewerbserfolg in der angewandten Forschung und Entwicklung. Der Austausch zwischen Innovatoren und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Praxis sichert nicht nur den Wissenstransfer, sondern fördert auch Innovationen. Verbundprojekte, in denen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen kooperieren, sind zentral für diesen Prozess. Die Vorteile? Eine praxisrelevante Qualifikation von Nachwuchskräften, die Teilhabe kleinerer und mittlerer Unternehmen am wissenschaftlichen Fortschritt und die Mobilisierung von privatem Kapital durch Eigenanteile der Wirtschaft. Das alles klingt ziemlich vielversprechend!

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Seit 2017 unterstützen Vernetzungs- und Transfermaßnahmen die Kooperation zwischen Projektakteuren und tragen zur Sichtbarkeit dieser Fördermaßnahmen bei. Im Rahmen von Innovationstagen können Innovatoren ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben präsentieren und sich mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen austauschen. Das ist der Puls der Zeit – und wer weiß, vielleicht wird Greene bald nicht nur zur ersten Dorf-Universität, sondern auch zum Zentrum für Innovation und Wissensaustausch!

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