In Hildesheim wird gerade ein spannendes Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit den Auswirkungen von Sport auf krebskranke Kinder beschäftigt. Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) forscht die Universität Hildesheim daran, wie Bewegung das Leben dieser betroffenen Kinder während und nach ihrer Therapie verbessern kann. Unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolas Kurpiers, einem Sportwissenschaftler mit einem Herz für die kleinen Kämpfer, zielt das Projekt darauf ab, konkrete Bewegungsempfehlungen zu entwickeln. Ein Aspekt, der bisher in der Forschung noch wenig beleuchtet wurde – wie Sport die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus, das Aktivitätslevel und das psychische Wohlbefinden beeinflusst.

Besonders Prof. Dr. Martin Stanulla, ein Kinderonkologe an der MHH, hebt die immense Bedeutung von Bewegung für die Lebensqualität und den Behandlungserfolg von Kindern mit Leukämie hervor. Diese Erkenntnis ist nicht nur theoretischer Natur; die Datenanalyse erfolgt retrospektiv und reicht bis ins Jahr 2000 zurück. Das langfristige Ziel? Empfehlungen für die Prävention und Rehabilitation krebskranker Kinder zu entwickeln. Unterstützt wird das Projekt finanziell von der Robert Tonn Stiftung und dem Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V.

Bewegung als Schlüssel zur Lebensqualität

Die Bedeutung von Bewegung wird auch von anderen Studien unterstützt. Regelmäßige körperliche Aktivität kann therapiebedingte Müdigkeit lindern, Lymphödeme verringern und die körperlichen Funktionen verbessern. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen, mindestens 150 Minuten pro Woche moderat aktiv zu sein. Wer hätte gedacht, dass schon kleine Veränderungen im Alltag, wie Treppensteigen, echte Wunder wirken können? Besonders inaktive Patienten profitieren von jeder noch so kleinen Bewegung. Dabei ist es wichtig, dass Betroffene vor Beginn eines Bewegungsprogramms Rücksprache mit ihren Ärzten halten – schließlich soll nichts unbedenklich sein!

Die Vielfalt an empfohlenen Übungen ist beeindruckend. Sanfte, fließende Bewegungen können auf der operierten Seite durchgeführt werden, und auch Wassertherapie spielt eine bedeutende Rolle. In einem Thermalbad mit Wassertemperaturen zwischen 24 °C und 30 °C kann man sich wunderbar entspannen – allerdings sollte man bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen Vorsicht walten lassen. Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern und Schwimmen sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Es ist schon erstaunlich, wie viel Freude und Motivation Nordic Walking bringt, vor allem, wenn man die Stöcke zur Hilfe nimmt!

Praktische Ansätze und Unterstützung

Die sportwissenschaftlichen Expert*innen an der MHH bringen nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung im Umgang mit krebskranken Kindern und Jugendlichen mit. Sie wissen, dass während einer Chemotherapie oder Bestrahlung angepasste Bewegung nicht nur möglich, sondern sinnvoll ist. Studien zeigen, dass Ausdauer- und Krafttraining oder deren Kombination eine positive Wirkung entfalten können. Bereits nach zwei bis vier Wochen spüren Betroffene eine Verbesserung ihrer Belastbarkeit – das ist doch ein Lichtblick, oder? In der onkologischen Versorgung sind Sport- und Bewegungsprogramme allerdings noch nicht flächendeckend integriert, was sehr schade ist.

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Die Kosten für solche Bewegungsprogramme werden von den Krankenkassen übernommen, wenn sie ärztlich verordnet sind. Hierbei helfen auch spezielle Programme wie das Netzwerk OnkoAktiv, das über 150 zertifizierte Trainings- und Therapieeinrichtungen in Deutschland umfasst. Die Suche nach passenden Bewegungsangeboten kann über die Bewegungslandkarte des Deutschen Olympischen Sportbundes oder regionale Sportbünde erfolgen. Eine gute Möglichkeit, Informationen zu qualitätsgesicherten Bewegungsangeboten zu erhalten, ist der Krebsinformationsdienst.

In Hildesheim wird mit diesem Forschungsprojekt ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass die daraus resultierenden Erkenntnisse nicht nur die Lebensqualität krebskranker Kinder verbessern, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die gesamte onkologische Versorgung haben werden. Die kleinen Helden verdienen jede Unterstützung auf ihrem Weg zurück in ein aktives und erfülltes Leben!

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