Heute ist der 24.06.2026 und die Vorfreude auf die WM 2026 in Nordamerika könnte nicht größer sein – wären da nicht die exorbitanten Kosten, die auf die Fans zukommen. Der Traum, die DFB-Elf live zu sehen, wird für viele zu einem finanziellen Drahtseilakt. Das haben auch die deutschen Fans Robert, Ole und Timo aus Helmstedt erfahren, die sich auf den Weg nach Houston, Toronto und New Jersey machen wollen, um die ersten drei Gruppenspiele zu sehen. Die Preisschilder, die hier an den Stadiontoren hängen, sind mehr als nur ein Schock.

Ein Stadionbesuch für zwei Personen kann zwischen 700 und 900 Euro kosten, und das ist nur der Anfang. Anreise, Hotel und Verpflegung sind da noch nicht eingerechnet – das kommt nochmal ordentlich obendrauf. Und die Parkgebühren? Die können in einigen Stadien bis zu 300 Dollar betragen! Wenn man dann noch bedenkt, dass ein halber Liter Bier bis zu 24 Euro kosten kann, wird einem klar, warum viele Fans überlegen, ob sie wirklich zuschlagen sollen. Im FIFA-Fanfest in Houston kosten drei Dosen sage und schreibe 55 US-Dollar, und im Stadion sind es sogar 88 Dollar. Kein Wunder, dass Robert, Ole und Timo sich auf ein Bier beschränken – man muss ja auch noch die anderen Spiele sehen!

Die Ticketpreise und Kategorien

Die FIFA hat für die WM 2026 vier Ticketkategorien im Angebot, doch die günstigste Kategorie, die Kategorie 4, ist kaum verfügbar. Sie beginnt bei 60 US-Dollar (etwa 52 Euro), was im Vergleich zu den anderen Preisen ein echtes Schnäppchen ist – wenn man denn eines ergattern kann. Die Karten für die Finalspiele sollen sogar bis zu 6.730 US-Dollar (ca. 5.790 Euro) kosten! Und während die FIFA stolz verkündet, dass sie mit dieser WM Einnahmen von fast neun Milliarden US-Dollar erwartet, wird klar, dass es für viele Fußballfans immer schwieriger wird, sich das Erlebnis zu leisten.

Michael Kliem aus Herne hat es gewagt und zahlt 395 Euro für ein kurzfristiges Ticket für das Spiel Usbekistan gegen Kolumbien über den offiziellen FIFA-Zweitmarkt. Die Ticketpreise für große K.-o.-Spiele in den USA können sogar fünfstellig werden. Verstehe mich nicht falsch, die Stimmung und die Gastfreundschaft sind es wert, aber die hohen Preise schließen viele gering verdienende Fans von der WM aus – das ist einfach ein Fakt. Und die Kritik an der dynamischen Preisgestaltung, die sich nach der Nachfrage richtet, wird immer lauter. Ein 60-Dollar-Ticket wird zum Beispiel für schwindelerregende 2.748,50 US-Dollar auf einer Wiederverkaufsplattform angeboten!

Die Situation in Mexiko

Und während die Preise in den USA schon schockierend sind, sieht die Situation in Mexiko auch nicht viel besser aus. Dort kosten die Bierpreise mindestens 16 Euro, während der Mindestlohn pro Tag bei etwa 15 Euro liegt. Das ist schon irgendwie absurd, oder? Aber die Anreise in Mexiko war für Kliem ein Schnäppchen – nur 2,50 Euro mit der U-Bahn. Irgendwie zeigt das, wo die Prioritäten liegen.

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Trotz all der hohen Kosten bereuen die Fans ihre Reisen nicht. Die Stimmung in den Stadien, die Freude am Spiel und die Erlebnisse mit Freunden sind unbezahlbar. Aber man fragt sich doch: Wie lange kann das gut gehen? Die FIFA hat ein Kontingent an Tickets für den DFB, doch Details zu Preisen und Vergabe stehen noch aus. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickelt und ob sich die Fans auch weiterhin auf die WM 2026 freuen können – oder ob sie die hohen Preise letztendlich abschrecken werden.

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