Heute ist der 1.07.2026, und die Stadt Rethem hat einen bedeutenden Schritt in Richtung einer neuen Ostpreußenstraße gemacht. Einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, die etwa 200 Meter lange Straße umfassend zu sanieren. Ein Kompromiss, der noch viele Diskussionen nach sich zog, aber letztlich einen Weg finden musste, um sowohl Anwohnerwünsche als auch städtebauliche Notwendigkeiten unter einen Hut zu bringen.

Die Sanierung bringt einige spannende Neuerungen mit sich. Sechs großkronige Bäume sollen künftig die Straße zieren, und die Gestaltung der Fahrbahn wird sich an der Straße An der Wölpe orientieren. Mit rotem Betonsteinpflaster für die Fahrbahn und grauem Pflaster für den Gehweg wird ein ansprechendes Bild geschaffen. Das ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch notwendig, denn der Regenwasserkanal ist auf fast der gesamten Länge der Straße eingebrochen. Das ruft förmlich nach einer Lösung!

Ein Kompromiss und die Herausforderungen

Die Anliegerversammlung im April hatte auf die Herausforderungen hingewiesen, die die Sanierung mit sich bringt. Uwe Quante vom Planungsbüro „uq“ stellte zwei Varianten vor: eine mit acht und eine mit elf Parkflächen. Die Diskussionen, die folgten, waren lebhaft. Einige Anwohner äußerten Bedenken, insbesondere bezüglich der Wurzeln der neuen Bäume und deren Einfluss auf die Gehwegpflasterung. Es wurde jedoch betont, dass eine ausreichend große Baumscheibe das Problem der Wurzeln mildern könnte. Immerhin ist es auch nicht zu vernachlässigen, dass die derzeitige Ostpreußenstraße beidseitige Fußwege und eine durchgehende Fahrbahn ohne Grünflächen hat – der Wandel ist also überfällig!

Die geschätzten Kosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 500.000 Euro, wobei 75 Prozent auf die Eigentümer der 19 Grundstücke umgelegt werden. Das sind, grob gerechnet, zwischen 15.000 und 20.000 Euro pro Partei. Klar, das geht ins Geld, aber die Vorteile einer aufgewerteten Straße und einer verbesserten Lebensqualität sind nicht von der Hand zu weisen.

Die Baumaßnahme im Detail

Die Baumaßnahme umfasst nicht nur die Sanierung der Straße selbst, sondern auch das Verlegen einer neuen Wasserleitung von der Berliner Straße bis zum Stettiner Ring. Die Arbeiten sind in zwei Abschnitte unterteilt: der erste von der Berliner Straße bis zur Danziger Straße, und der zweite bis zum Stettiner Ring. Ab Montag, dem 13. April, sind die öffentlichen Parkplätze, insbesondere die Senkrechtparkplätze, in der Ostpreußenstraße nicht mehr nutzbar. Anlieger werden über Umleitungsstrecken informiert, um die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten.

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Die Arbeiten sollen bis Weihnachten 2026 abgeschlossen sein. Das ist ein langer Zeitraum, aber das Ergebnis wird sich sehen lassen können. Wer weiß, vielleicht wird die Ostpreußenstraße schon bald zu einem Ort, an dem man gerne spazieren geht – mit schattenspendenden Bäumen, freundlichen Nachbarn und einem netten Café an der Ecke?

Insgesamt ist das Projekt ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es einige Herausforderungen zu bewältigen gilt. Die Stadt Rethem zeigt, dass sie bereit ist, in die Zukunft zu investieren und dabei die Wünsche ihrer Bürger nicht aus den Augen zu verlieren. Vielleicht ist das ja der Anfang von noch mehr grünen Oasen in unserer Stadt.

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