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Im Landkreis Harburg wurde ein besonderes Zeichen für mehr Sicherheit auf Schulwegen gesetzt. Am 13. November 2025 wurden elf Grundschulen für ihre Teilnahme an einer einwöchigen Aktion im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche ausgezeichnet. Die Initiative zielt darauf ab, den Verzicht auf Elterntaxis zu fördern und die Kinder zu ermutigen, den Schulweg selbstständig zu Fuß zu gehen. Landrat Rainer Rempe und Frederik Schröder von der Sparkasse Harburg-Buxtehude überreichten das Preisgeld an die Schulleiterin Katharina General der Grundschule Vahrendorf, die mit 500 Euro für neue iPads bedacht wurde. Die anderen Schulen erhielten zwischen 300 und 500 Euro.
Diese Aktion, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, hob hervor, wie wichtig es ist, dass Schülerinnen und Schüler Punkte für jeden Schulweg sammeln, den sie ohne Auto zurücklegen. „Elterntaxis sind eine häufige Unfallursache vor Schulen“, erklärte Rempe. Sie könnten nicht nur andere Verkehrsteilnehmer gefährden, sondern auch die eigenen Kinder in riskante Situationen bringen.
Selbstständigkeit der Kinder stärken
Das selbstständige Gehen zur Schule fördert nicht nur die Entwicklung der Kinder, sondern reduziert auch das Verkehrsaufkommen vor Schulen erheblich. Laut einer Umfrage der ADAC Stiftung aus dem Juli 2025 nutzen bereits jedes fünfte Grundschulkind fast ausschließlich das Elterntaxi für den Schulweg. Dabei sind oft Gründe wie Anschlusstermine, schlechtes Wetter oder die Lage der Schule auf dem Weg zur Arbeit ausschlaggebend.
Die Einrichtung von Schulstraßen vor Schulen, wie vor der Grundschule Im Roten Felde, ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, gefährliche Situationen zu vermeiden und das Risiko für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren. Niedersächsische Kommunen sperren teilweise bestimmte Straßen vor Schulen, was durch das Verkehrsministerium rechtlich abgesichert wurde.
Vermeidung von gefährlichen Verkehrssituationen
Die Ergebnisse der Mobilitätswoche zeigen, wie wichtig es ist, Kinder dazu zu bringen, kleinere Strecken selbstständig und sicher zu bewältigen. Häufige Staus und riskante Verkehrssituationen sollten der Vergangenheit angehören, wenn mehr Eltern bereit sind, ihre Kinder zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Mit diesen Aktionen wird die Sicherheit an Schulen nachhaltig verbessert und den Kindern gleichzeitig ein Stück mehr Unabhängigkeit geschenkt.
Der Landkreis Harburg hat mit dieser Auszeichnung Maßstäbe gesetzt und zeigt, dass es möglich ist, durch gemeinschaftliches Handeln die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und gleichzeitig die kinderfreundliche Mobilität zu fördern. Es bleibt spannend zu beobachten, welche Entwicklungen noch folgen werden.
