Am letzten Spieltag kam es für den TC Oettingen zu einem bunten Mix aus Höhen und Tiefen. Die Knaben 15 haben sich mit einem klaren 4:2 Sieg gegen den TC Schießgraben Augsburg durchgesetzt. Hier glänzten vor allem Jonah Gießl, Emil Eisen und Daniel Vitkovsky, die ihre Einzel souverän gewannen. Hannes Meyr hatte hingegen nicht sein bestes Spiel, verlor mit 1:6 und 1:6. Doch im Doppel zeigten Gießl und Eisen, was in ihnen steckt, und sie gewannen deutlich mit 6:0 und 6:1. Vitkovsky und Meyr hatten zwar einen ordentlichen Start, mussten sich dann aber im Match-Tiebreak geschlagen geben. Ein spannendes Duell, das die jungen Talente des TC Oettingen sicher beflügeln wird.

Leider verlief der Tag für die Herren nicht ganz so erfreulich. Im Derby gegen den TSV Harburg gab es eine herbe 0:9-Niederlage. Simon Vitkovsky musste gegen seinen Namensvetter Tobias Vitkovsky antreten und konnte nicht viel ausrichten. Benjamin Vitkovsky und Jonah Gießl kämpften tapfer, gewannen aber jeweils nur zwei Spiele gegen ihre Gegner. Die anderen Spieler, darunter Elijah Gießl, Matthias Jaumann und David Hönle, hatten ebenfalls keinen Stich. In den Doppeln wurde die Niederlage dann noch deutlicher, als die Vitkovsky-Brüder mit 4:6 und 2:6 verloren. Jonah Gießl und Hönle mussten sich nach einem 0:6 mit 5:7 geschlagen geben, und Elijah Gießl zusammen mit Jaumann konnten auch nichts reissen, verloren deutlich mit 1:6 und 0:6.

Damen zeigen Kämpfergeist

Die Damenmannschaft des TC Oettingen hatte immerhin ein Unentschieden gegen den SV Wechingen erreicht. Susanne Wunderer sorgte mit einem klaren 6:2 und 7:5 Sieg gegen Melina Niederlöhner für eine positive Stimmung. Sophia Nagel hatte gegen Tanja Hörndlein zwar nicht das Glück auf ihrer Seite und verlor mit 1:6 und 3:6. Katrin Ott musste sich im Match-Tiebreak knapp geschlagen geben, was die Nerven aller Beteiligten auf die Probe stellte. Heidi Höwing profitierte hingegen von einer Verletzung ihrer Gegnerin und konnte so einen weiteren Punkt für das Team sichern. In den Doppeln zeigten Nagel und Ott ihr Können und gewannen mit 6:1 und 6:4. Doch das Doppel Wunderer/Höwing verlor im Match-Tiebreak, was den Gesamtsieg kostete.

Im Kontext der gesamten Tennislandschaft in Deutschland ist es interessant zu sehen, wie sich die Mitgliederzahlen entwickelt haben. Tennis zählt zu den zehn beliebtesten Sportarten und hat rund 1,5 Millionen Mitglieder, was es zur viertgrößten Sportart nach Mitgliederzahl macht. Die Geschlechterverteilung ist relativ ausgewogen, mit etwa 60 % Männern und 40 % Frauen. Es gibt etwa 45.000 Tennisplätze, auf denen die Spiele ausgetragen werden. Komischerweise hat die Mitgliederzahl seit 2002 zwar einen Rückgang erlebt, doch zuletzt gab es einen leichten Anstieg. Rund 390.000 Menschen spielen mehrmals in der Woche Tennis – ein Zeichen, dass der Sport trotz aller Herausforderungen nach wie vor beliebt ist.