Münsterlandhalle Cloppenburg: Sanierung mit unerwarteten Herausforderungen und neuen Perspektiven
In Cloppenburg steht die Münsterlandhalle seit Februar 2022 still – und das aus einem sehr triftigen Grund: schwere Baumängel. Wer sich für die Geschichte der Halle interessiert, der weiß, dass sie 1929 erbaut wurde und seither viele Geschichten erzählt hat. Doch die letzten Untersuchungen sind alles andere als erfreulich. Man hat festgestellt, dass die Schäden viel größer sind als ursprünglich angenommen. Das ist schon mal eine ganz schöne Überraschung! Die aktuelle Kostenschätzung für die Sanierung liegt jetzt bei satten acht Millionen Euro. Das ist kein Pappenstiel. Und als wäre das nicht genug, können wir nicht einmal damit rechnen, dass die Halle im nächsten Jahr wieder eröffnet wird. Bisher haben Bürgermeister Neidhard Varnhorn und Bauamtsleiter Marcel Möller kein neues Zeit- oder Kostenrahmen bekannt gegeben. Ein bisschen mehr Klarheit wäre schon wünschenswert, oder?
In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen, Digitalisierung und Märkte, die am 1. September stattfindet, sollen laut Informationen detaillierte Auskünfte gegeben werden. Ursprünglich lag der Fokus auf den massiven Schäden im Holzständerwerk, aber nun hat man auch erhebliche Mängel in den Fundamenten festgestellt. Das Hauptschiff hat Fundamente, die nach heutigen Standards nicht mehr den Anforderungen entsprechen. Die müssen dringend erneuert und vergrößert werden. Was für ein Aufwand! Unterdimensionierte Fundamente und Einschnitte am Holztragwerk haben dazu geführt, dass die gesamte Konstruktion verformt ist – da wird einem ganz schön schwummerig, wenn man das bedenkt.
Die Herausforderung der Sanierung
Doch es gibt noch weitere Hürden auf dem Weg zur Wiedereröffnung. Die Sanierungsarbeiten sind durch den Denkmalschutz aufwendiger als gedacht. Historische Balken müssen mit chemischen Mitteln behandelt werden, um die Holzoberflächen freizulegen. Klingt nach einer kleinen Wissenschaft für sich! Und bei den hohen Temperaturen verwandelt sich die Halle in einen „tropischen Regenwald“. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Holzschädigungen erst nach der vollständigen Entfernung der Farbe richtig bewertet werden können. Eine Überprüfung zwischen 2021 und 2022 hat sogar Insekten und Pilze im Holz festgestellt. Das klingt fast nach einem Horrorfilm – „Die Rückkehr der Holzschädlinge“!
Ein weiteres Thema, das unbedingt angesprochen werden muss, ist die Versammlungsstätten-Verordnung. Die erfordert ein Lüftungskonzept, das mit dem Denkmalschutz und der Tragfähigkeit der Konstruktion in Einklang gebracht werden muss. Das ist kein einfaches Unterfangen. Und das Dach? Das wird mit einer Aluminiumeindeckung und einem zeitgemäßen Dämmaufbau versehen. Auch an die Zukunft wird gedacht: Geplante Fußbodenheizung und Wandheizflächen an den Außenwänden sollen die Halle als Warmhalle nutzbar machen. Ein sanierter Sanitärtrakt, der auf eine Kapazität von bis zu 2000 Personen erweitert wird, ist ebenfalls in der Planung. Klar, dass die Stadt sogar über die Verlegung der WC-Anlage in die Nebenhalle, die Herdbuchhalle, nachdenkt – alles im Rahmen alternativer Planungen.
Die Zukunft der Münsterlandhalle
Um das Ganze abzurunden, plant die Stadt bis Mitte 2027 den Kauf der Herdbuchhalle von der Masterrind GmbH. Da sind einige spannende Entwicklungen in der Pipeline! Zudem werden alternative Nutzungskonzepte für die Münsterlandhalle diskutiert, und auch Verlegungen von Veranstaltungen stehen auf der Agenda. Wer weiß, vielleicht wird die Halle nach der Sanierung ein echter Hingucker und ein Ort, an dem neue Erinnerungen geschaffen werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln und ob wir bald wieder in die Münsterlandhalle strömen können.
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.
