Heute ist der 5.05.2026, und in Celle brodelt es mal wieder. Der Vorstand der BUND-Kreisgruppe hat sich zu Wort gemeldet und die Vorwürfe, die ihm und seinem Verband gemacht werden, entschieden zurückgewiesen. Es geht um die B3 neu, auch bekannt als die Ostumgehung. Man könnte sagen, die Wogen schlagen hoch, und das nicht nur im übertragenen Sinne.

Die öffentliche Debatte dreht sich um die Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Bau der Umgehungsstraße. Viele Finger zeigen auf den BUND. Doch der Verband sieht sich mit seinen klaren Ansagen in der Pflicht, die Dinge ins rechte Licht zu rücken. „Unsere Beteiligung im Verfahren ist gesetzlich vorgesehen“, betont der BUND und verweist auf sein Verbandsklagerecht, das auf soliden europäischen und nationalen Rechtsgrundlagen basiert.

Kritik an der Planung

Ein zentraler Punkt in der Auseinandersetzung sind die Mängel, die der BUND in der ursprünglichen Planung der Trasse ausgemacht hat. Insbesondere die naturschutzrechtlichen Vorgaben seien nicht ausreichend beachtet worden. Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, die für solche Infrastrukturprojekte verbindlich ist, steht hier ganz oben auf der Liste der Kritikpunkte. Einwände, die im Planungsverfahren vorgebracht wurden, hätten nicht die nötige Beachtung gefunden, weshalb der BUND den Klageweg eingeschlagen hat.

Das führte schließlich zu einem gerichtlichen Vergleich, der das Verfahren verkürzt hat und den Bau der Straße trotzdem ermöglicht. Ein Kompromiss, der nicht nur den Bau vorantreibt, sondern auch Ausgleichsmaßnahmen wie Grün- und Fledermausbrücken umfasst. Diese sollen helfen, die negativen Auswirkungen auf die Natur und die Landschaft zu mildern. Eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, wenn man die Belange von Flora und Fauna im Hinterkopf behält.

Der Umgangston in der Debatte

Allerdings gibt es auch eine dunkle Wolke über dieser Debatte. Der BUND äußert Besorgnis über den Umgangston, der in den letzten Wochen zu beobachten war. Anonyme Drohschreiben an Mitglieder sind da nur die Spitze des Eisbergs. Das ist nicht nur unangemessen, sondern auch gefährlich – denn ein sachlicher Austausch sollte immer im Vordergrund stehen. Der BUND ruft deshalb zu einer respektvollen Auseinandersetzung auf und betont sein unermüdliches Engagement für die Umwelt- und Naturschutzbelange im Landkreis.

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Celle steht also vor einer spannenden Zeit. Wird die Umgehung kommen, und wie wird sich das auf die Natur und die Lebensqualität der Menschen hier auswirken? Es bleibt abzuwarten, ob der BUND und die anderen Akteure der Diskussion einen gemeinsamen Nenner finden können. Eines ist sicher: Der Dialog muss weitergehen, und zwar auf einer sachlichen Ebene, ohne Drohungen oder persönliche Angriffe.