Heute ist der 7.05.2026 und in Braunschweig gibt es Neuigkeiten, die einem das Herz schwer machen. Am 29. April haben Zollbeamte auf der A2 bei Peine einen VW Sharan mit rumänischen Kennzeichen gestoppt. Der Fahrer, so gab er an, war auf dem Weg von Ungarn nach Dänemark. Warum genau, blieb unklar. Merkwürdig, oder? Wer transportiert schon Dackel ohne einen konkreten Grund?

Bei der Kontrolle, die auf keinen Fall in Vergessenheit geraten sollte, fanden die Beamten im Kofferraum zwei Hundeboxen mit zwei Dackeln und einem Jungtier. Darunter dann eine Taubentransportbox – ja, richtig gelesen – mit weiteren 13 Dackelwelpen! Der Anblick der geschwächten, dehydrierten Tiere in dieser Box war alles andere als erfreulich. Die Tiere hatten keinerlei Papiere dabei, was die Situation noch dramatischer machte. Keine Transponderkennzeichnung, keine Tollwutimpfung, kein einziger amtlicher Gesundheitsnachweis.

Die düstere Realität des Tiertransports

Die Amtstierärztin des Landkreises Peine berichtete von unzureichender Luftzirkulation und schwachen, leidenden Wesen. Nach der ersten Versorgung im Tierheim zeigten die Welpen immerhin wieder Lebenszeichen – ein kleines Licht in einem dunklen Kapitel. Der Fahrer, der angab, die Tiere für Familienangehörige und Freunde zu transportieren, sah sich nun einem Ordnungswidrigkeitenverfahren gegenüber. Wegen Verstößen gegen tierseuchen- und tierschutzrechtliche Bestimmungen, die in Deutschland streng geregelt sind.

Es kam noch besser: Die Zollbeamten vermuten, dass der Fahrer gewerblich unterwegs ist. Bei der Anzahl der Tiere ist das nicht verwunderlich. Gewerblich genutzte Fahrzeuge müssen spezielle Zulassungen und geeignete Belüftungssysteme mitbringen – beides war hier anscheinend nicht gegeben. Die Welpen, die teilweise eine seltene Scheckung aufwiesen, könnten auf dem illegalen Markt hohe Preise erzielen. Tragend waren auch zwei Hündinnen im Transport, aber der Verbleib der Muttertiere bleibt ein Rätsel. Ein Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung, der nicht unbeachtet bleiben kann.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Ab dem 22. April 2026 dürfen übrigens maximal fünf Haustiere pro Fahrzeug innerhalb der EU transportiert werden. Das ist eine wichtige Regelung, die auf die Sicherheit und das Wohl der Tiere abzielt. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius wird der Tiertransport in Deutschland stark eingeschränkt oder sogar untersagt. Für die unter diesen Bedingungen gehaltenen Welpen ist das eine Katastrophe – und das alles, weil der Fahrer keine Papiere vorweisen konnte.

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Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren steht bevor. Der Fahrer muss auch die Kosten für die Unterbringung der Tiere in Quarantäne tragen, was sicherlich nicht wenig sein wird. Er hat bereits eine Sicherheitsleistung von 500 Euro geleistet, aber das ist wohl nur der Anfang seiner Probleme. Die traurige Realität der Tiere, die oft als Ware behandelt werden, ist eine Herausforderung, die noch lange nicht gelöst ist. Ein Thema, das uns alle angeht und zum Nachdenken anregen sollte.