Heute ist der 23.05.2026 und die Luft in Wiesbaden ist erfüllt von einer besonderen Energie. Der Schlachthof, ein Ort, der schon viele musikalische Abenteuer gesehen hat, wird erneut zum Schauplatz eines fantastischen Konzerts. Hier tritt der charismatische Liedermacher David Öllerer – besser bekannt als Voodoo Jürgens – mit seiner Begleitband Ansa Panier auf. Es ist ein Abend, der verspricht, die Herzen der Zuhörer zu erobern.
Voodoo Jürgens, der mit seinem Namen eine humorvolle Hommage an den legendären Udo Jürgens schafft, ist kein Unbekannter in der Musikszene. Seit dem Ende seiner Band Die Eternias im Jahr 2014 hat er sich als Solokünstler einen Namen gemacht. Seine Lieder erzählen von den Schattenseiten Wiens, abseits der glitzernden Touristenattraktionen. Mit seinem Debütalbum „Ansa Woar“ schaffte er 2016 den Durchbruch und landete direkt auf Platz 1 der österreichischen Charts. Hier behandelt er die Geschichten von marginalisierten Existenzen und bringt das Leben der Außenbezirke auf eine Weise zum Ausdruck, die berührt und nachdenklich stimmt.
Musikalische Vielfalt und emotionale Tiefe
Sein neuestes Werk, das Album „Gschnas“, das erst kürzlich erschienen ist, thematisiert das Leben in den Vororten und bezieht sich auf einen besonderen Ball – den Maskenball, der in der Wiener Vorstadt gefeiert wird. Der Abend im Schlachthof ist eine Reise durch diese klanglichen Facetten, die Voodoo Jürgens mit einer Mischung aus osteuropäischer Musik, Bossa Nova, Schrammelmusik und Rock’n’Roll anreichert. Das Publikum ist begeistert! Sie singen bei älteren Songs mit, und die Leidenschaft in der Halle ist greifbar.
Die neuen Lieder, die Jürgens präsentiert, sind das Ergebnis von kreativen Jam-Sessions, bei denen Musiker eigene Ideen einbrachten. Es ist eine wahre Freude zu sehen, wie er während seiner Auftritte entspannt über Belanglosigkeiten plaudert, während er gleichzeitig die tiefsten Abgründe menschlicher Emotionen in seinen Texten erforscht. Zweifel, Sehnsucht und die Herausforderungen des Alltags – all das wird in seinen Liedern lebendig und lässt die Zuhörer nicht unberührt.
Eine Reise in die Wiener Musikkultur
Die Reise von Voodoo Jürgens ist nicht nur eine musikalische, sondern auch eine kulturelle. Bekanntheit erlangte er durch den Jugendradiosender FM4 und wurde schnell als „Austro-Pop-Hype der Stunde“ gefeiert. Die Wiener Zeitschrift bezeichnete ihn als Fixstern am Austropop-Himmel. Die Auftritte in Beisln, wo er sich selbst auf der Gitarre begleitet, sind legendär. Sein Auftritt auf dem Nordbahnhofgelände in Wien gilt als einer der ersten großen Schritte seiner Karriere.
Seine Musik wird oft als „Anti-Folk fürs Beisl“ charakterisiert und spricht die Menschen direkt an. Bei der Amadeus-Verleihung 2017 wurde er in der Kategorie Alternative ausgezeichnet, ein weiterer Meilenstein in seiner beeindruckenden Laufbahn. Im Duett mit der großartigen Marianne Mendt sang er 2018 das Lied „Gitti“, und sein Auftritt mit Haberer auf dem Donauinselfest bleibt unvergessen.
Voodoo Jürgens und Ansa Panier sind heute hier, um uns mit auf eine musikalische Reise zu nehmen, die uns an die Ecken Wiens führt, die oft übersehen werden. Die Lieder eröffnen Fenster zu einer Welt, die voller Geschichten, Emotionen und dem unaufhörlichen Puls des Lebens ist.