Im Wetteraukreis hat der Jagdverein „Hubertus“ Büdingen kürzlich einen neuen Vorstand gewählt, und damit ist die Aufregung unter den Mitgliedern groß. Die Jahreshauptversammlung, die nicht nur der formellen Bestätigung der Vorstands- und Abteilungsarbeit diente, brachte auch einige spannende Neuigkeiten mit sich. Der Verein ist der größte Jagdverein in der Region und kann auf ein besonders erfolgreiches Jahr zurückblicken, das vor allem durch die Modernisierung des Schießstandes Jägertal geprägt war.

Die Modernisierung, die den stattlichen Betrag von 366.660 Euro kostete, wurde mit viel Engagement von Vorstand und Mitgliedern durchgeführt. Rund 290.600 Euro davon waren förderfähig, während der Verein selbst 51.100 Euro für Schießstandtechnik und unvorhersehbare Kosten aufbrachte. Der Schießbetrieb läuft weiterhin erfolgreich, was die Vorstandsmitglieder mit Freude berichteten. Ein Grund mehr, sich auf die Einweihung des neuen Schießstandes am 23. August 2025 zu freuen! Die Veranstaltung verspricht ein echtes Fest zu werden – mit Besichtigungen, dem traditionellen Jägerschlag und der Übergabe der Jägerbriefe an die Jungjäger.

Ehrungen und Abschiede

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Versammlung waren die Ehrungen für die langjährigen Mitglieder. So durften sich unter anderem Petra Bergmann, Sonja Hirsch und Roland Holley über eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft freuen. Otto Ganz und Gisela Schulze wurden für 40 Jahre geehrt, und die 50-Jährigen – darunter der Ehrenvorsitzende Andreas Mohr – erhielten ebenfalls ihre Anerkennung. Die 60-Jährigen, Horst Bonrad und Wolfgang Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen, waren die Ehrenwürdigsten unter den Geehrten. Zugleich gab es auch einige emotionale Verabschiedungen. Walter Schiffner, Karl-Heinz Dressler und Ausbilder Michael Jüngling wurden mit herzlichen Worten aus ihren Ämtern entlassen.

Die Kassenverwalterin Sonja Hirsch präsentierte zudem geordnete finanzielle Verhältnisse, was sicher für ein gutes Gefühl bei den Mitgliedern sorgte. Der neue Vorstand wurde einstimmig gewählt und setzt sich nun aus Matthias Nickel (Erster Vorsitzender), Claus Schnelle (Zweiter Vorsitzender) und Sonja Hirsch (Kassenverwalterin) zusammen. Weitere Positionen, wie Ausbildungsleiter Jungjäger und Obmänner für die verschiedenen Abteilungen, wurden ebenfalls besetzt, während die Positionen des Hegeringleiters Büdingen und dessen Stellvertreter noch vakant sind.

Jungjäger und Jagdhunde

Ein besonders spannendes Thema ist der Jungjägerkurs. Der letzte Kurs hat kürzlich erfolgreich seinen Jägerschlag absolviert, und ein neuer Kurs hat bereits begonnen. Die Prüfung steht im Herbst an – die Spannung steigt! Ausbildungsleiter Hans Hess kümmert sich um die Jungjäger und sorgt dafür, dass sie bestens vorbereitet sind. Auch die Jagdhundeausbildung floriert: Alexandra Potratz wurde Suchensiegerin der Verbandsgebrauchsprüfung – ein Grund zum Feiern!

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Zusätzlich haben die Jagdhornbläser des Vereins beim Landesbläserwettbewerb den Vizehessenmeistertitel errungen. Ein großer Erfolg, der den Zusammenhalt und die Begeisterung innerhalb des Vereins unterstreicht. Doch nicht alles läuft ganz glatt: Der Familientag 2025 fiel aus, und die Mitglieder überlegen sich nun, wie sie stattdessen einen neuen Familientag oder ein Vereinsschießen mit Grillen auf die Beine stellen können.

Die Zukunft der Schießstätten

In Deutschland sieht es für viele Schießstätten nicht rosig aus. Aufgrund strenger Auflagen und Sanierungsanforderungen mussten viele von ihnen schließen. Etwa 5 Millionen Menschen sind betroffen, darunter Jäger, Sportschützen und Sammler historischer Waffen. Die Schließungen gefährden nicht nur den Schießsport, sondern auch die Jagd – ein besorgniserregender Trend, der die Zukunft der Jagdvereine und deren Nachwuchs gefährdet. Der Bundesverband der Schießstätten (BVS) setzt sich dafür ein, diese Schließungen zu verhindern und die besonderen Probleme der Schießstätten bei Behörden und Gesetzgebern zu thematisieren.

Der Jagdverein Hubertus Büdingen zeigt mit seiner Modernisierung des Schießstandes, wie wichtig es ist, die Ausbildung junger Jäger zu sichern und die Zukunft des Vereins zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft die Schießstätten erhalten bleiben und den Jägern eine angemessene Plattform bieten, um ihre Leidenschaft auszuüben.