Heute ist der 6.06.2026 und während wir hier im Werra-Meißner-Kreis die warmen Sonnenstrahlen genießen, bleibt ein Blick auf die Wälder unserer Region nicht aus. Die letzten Jahre waren alles andere als einfach für unsere heimischen Wälder. Seit 2018 haben extremwetterbedingte Ereignisse wie Stürme, Hitzeperioden und Dürre unsere Landschaften verwüstet, und insgesamt etwa 4400 Hektar Waldfläche wurden geschädigt. Das ist, um ehrlich zu sein, eine erschreckende Bilanz.
Die Hauptverursacher dieser Waldschäden sind unter anderem die berüchtigten Stürme wie Kyrill, die uns allen in Erinnerung geblieben sind. Zudem hat der Borkenkäfer – ja, der kleine, aber gefräßige Käfer – sein Übriges getan und viele Bäume in den Staatswäldern des Werra-Meißner-Kreises schwer geschädigt. Besonders betroffen waren die Forstämter Wehretal und Hessisch Lichtenau, wo zusammen etwa 4400 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Forstamt Wehretal hat rund 1000 Hektar verloren, während im Forstamt Hessisch Lichtenau sogar etwa 3400 Hektar betroffen waren.
Wiederbewaldung und Aufforstung
Doch es gibt Lichtblicke! Hessen-Forst hat seit 2018 ein ambitioniertes Programm zur Wiederbewaldung gestartet. Bislang wurden über 10.000 Hektar der insgesamt über 40.000 Hektar Schadflächen in Hessen aktiv wiederbewaldet. Unglaubliche 27 Millionen junge Bäume wurden gepflanzt. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, oder? Besonders erfolgreich war die natürliche Verjüngung bei Baumarten wie Fichte, Lärche und Birke.
In den Forstämtern selbst haben die Mitarbeiter hart gearbeitet: Knapp 2,8 Millionen Bäume wurden von ihnen gepflanzt – 1,375 Millionen allein in Hessisch Lichtenau auf einer Fläche von 500 Hektar! In Wehretal wurden 1,4 Millionen Bäume auf 460 Hektar gesetzt. Und während wir alle den Frühling 2026 genießen, haben sich die Forstämter nicht lumpen lassen und gleich mal 100.000 Bäume gepflanzt. Die Aufforstung zielt darauf ab, klimastabile Wälder zu schaffen, die sich durch eine Vielfalt von mindestens fünf verschiedenen Baumarten pro Fläche auszeichnen. Wir sprechen hier von Eichen, Hainbuchen, Bergahorn, Roteichen, Elsbeeren und sogar Esskastanien.
Die Zukunft der Wälder
Was mich besonders begeistert: Die Wiederbewaldung der Schadflächen im Werra-Meißner-Kreis ist weitgehend abgeschlossen, und der zukünftige Fokus liegt nun auf der Pflege dieser jungen Wälder. Mit etwa 30 Mitarbeitern kümmert sich das Forstamt Wehretal um ca. 18.000 Hektar Wald. Hier stehen prägende Baumarten wie Buche, Eiche, Fichte und Kiefer im Mittelpunkt. Das Forstamt Hessisch Lichtenau hingegen hat ein Team von 60 Mitarbeitern, die sich um 21.000 Hektar Wald kümmern, mit ähnlichen Baumarten.
Die Herausforderungen sind groß, aber die Hoffnung bleibt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich unsere Wälder entwickeln. Wo einst karge Flächen waren, könnten bald dichte Wälder stehen, die nicht nur der Natur, sondern auch uns Menschen ein Zuhause bieten. Wer weiß, vielleicht wird der Werra-Meißner-Kreis bald wieder als grünes Juwel wahrgenommen – das wäre doch eine schöne Vorstellung!