In einer gemütlichen Runde im Hotel „Zum Schäferhof“ in Alsfeld fand die jüngste Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft für den Vogelsbergkreis statt. Es war ein Tag voller Veränderungen und Neuanfänge – und ich muss sagen, die Atmosphäre war alles andere als steif! Wilhelm Becker, der neue Kreishandwerksmeister und Metzgermeister aus Romrod, wurde mit einem einstimmigen Ergebnis gewählt. Das strahlt doch schon mal Einigkeit und Zusammenhalt aus, auch wenn es gleichzeitig zeigt, dass man die Herausforderungen, die vor einem liegen, nicht einfach ignorieren kann.

Die Stellvertretenden Kreishandwerksmeister, Verena Diehl aus Alsfeld und Michael Weber aus Schotten, wurden ebenfalls gewählt, während Christian Karn aus Schlitz und Maximilian Lochhaas aus Herbstein als Beisitzer im Vorstand Platz nehmen. Und auch der Rechnungsprüfungsausschuss hat frischen Wind bekommen – Bernhard Dittrich, Edmund Oechler und Clemens Schneider stehen bereit, um für Überblick zu sorgen. Da kann man sich nur wünschen, dass alle neuen Gesichter voller Tatendrang sind!

Ein ehrendes Abschiedsgeschenk

Besonders berührend war die Verabschiedung von Edwin Giese, der nach 25 Jahren im Vorstand nicht erneut antrat. Ehrlich gesagt, das ist eine halbe Ewigkeit! Er wurde zum Ehrenkreishandwerksmeister ernannt und blickte stolz zurück auf zahlreiche Aktivitäten, wie den Neubau der Kreishandwerkerschaft und den Tag der offenen Tür. „Das Handwerk lebt von persönlichem Engagement und regionaler Bindung“, betonte er. Ein schöner Abschied, der die Bedeutung des Handwerks in ländlichen Regionen wie dem Vogelsbergkreis unterstreicht.

Wilhelm Becker ließ es sich nicht nehmen, einige Herausforderungen anzusprechen. Der Nachwuchsmangel, fehlende Fachkräfte, die Digitalisierung und der Abbau bürokratischer Hürden stehen ganz oben auf seiner Agenda. „Wir müssen das Vogelsberger Handwerk in Ausbildungs- und Fachkräftesicherung stärken“, rief er voller Überzeugung in die Runde. Das Handwerk ist schließlich nicht nur ein stabiler Wirtschaftssektor, es prägt auch unsere Innenstädte und Dörfer über Generationen hinweg. So viel steht fest!

Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

Die Versammlung war auch ein Ort der Information. Geschäftsführer Michael Busold informierte über aktuelle Entwicklungen in den Innungen. In gleich acht von elf Innungen wurden neue Vorstände gewählt, darunter Edmund Oechler (Tischler), Bernhard Dittrich (Klempner/SHK) und Maximilian Lochhaas (Metall) – das klingt doch nach frischem Wind und neuen Ideen! Zahlreiche Gesellen- und Prüfungsausschüsse wurden ebenfalls neu besetzt, was darauf hinweist, dass sich etwas tut.

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Die Grußworte von Stefan Füll, dem Präsidenten der Handwerkskammer Wiesbaden, Landrat Dr. Jens Mischak und Alsfelds Stadtrat Dietmar Köllner, waren ein weiteres Highlight. Sie würdigten die Arbeit von Edwin Giese und betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Handwerk. „Tradition allein reicht nicht aus, um die Zukunft des Handwerks zu sichern“, war ein Satz, der mir im Kopf blieb. Und das ist nicht nur heiße Luft! Die Herausforderungen sind real und erfordern sofortige Maßnahmen.

Die Herausforderungen der Zukunft

Die gesellschaftliche Sicht auf handwerkliche Berufe hat sich verändert. Während Akademisierung oft als Fortschritt angesehen wird, geraten praktische Berufe in den Hintergrund. Das Handwerk bietet jedoch nicht nur wertvolle Ausbildungsplätze, sondern spielt auch eine zentrale Rolle in der Fachkräftesicherung durch Aus- und Fortbildung. Die Notwendigkeit einer Bildungswende wird immer deutlicher, wenn wir uns die Rekrutierungsschwierigkeiten in Handwerksbetrieben anschauen. Die Ursachen sind vielfältig: Demografischer Wandel, verändertes Bildungswahlverhalten und die steigende Neigung, an Universitäten zu studieren.

Es bleibt zu hoffen, dass die politischen Debatten in Zukunft nicht nur Verständnis zeigen, sondern auch zu konkreten Entlastungen führen. Das Handwerk lebt von persönlichem Engagement – und das muss auch in der Ausbildung und Weiterbildung gewürdigt werden. Die Sichtbarkeit und Wertschätzung handwerklicher Berufe muss zurückgewonnen werden! Denn eines ist klar: Die Herausforderungen sind groß, aber mit einem starken Team und frischen Ideen kann das Vogelsberger Handwerk auch in Zukunft bestehen.