Blasius Schuster: Pionier der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen
Die Baufirma Blasius Schuster, die vor 80 Jahren in Gehlert im Westerwald gegründet wurde, ist auf dem besten Weg, sich als marktführendes Unternehmen im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Mit ihrer bedeutenden Präsenz in Frankfurt und der bevorstehenden Expansion nach Offenbach ab Anfang 2024 steht sie an der Spitze einer nachhaltigen Bauweise.
Im Holzhybridbau Rockywood in Offenbach wird der von Blasius Schuster ins Leben gerufene Circle, ein Zusammenschluss von 92 Unternehmen der Baubranche, seinen Sitz haben. Das Hauptziel dieses Circles ist es, vorhandene Baumaterialien zu recyceln und sie für Neubauten zu nutzen, was nicht nur ressourcenschonend ist, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Umweltfreundlichkeit leistet. In den letzten Monaten haben sich zahlreiche Bundesminister und Landesmitarbeiter über die Möglichkeiten und den Einsatz des Circles informiert.
Eine starke Partnerschaft für die Zukunft
Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Auctus plant, bei Blasius Schuster einzusteigen, um die Wirtschaftskraft des Unternehmens zu verstärken. Geplant ist die Gründung der Urban Mining Group, die als Marktführer in der Kreislaufwirtschaft agieren soll und eng mit dem Circle zusammenarbeiten wird. Daniel Imhäuser, Gesellschafter und Geschäftsführer von Blasius Schuster, wird sowohl den Circle als auch die Urban Mining Group leiten. Dabei bleibt er signifikant an der Urban Mining Group beteiligt und hält alle Geschäftsanteile an Blasius Schuster.
Auctus, die seit 2001 mit über 470 Unternehmensbeteiligungen die erfolgreichste deutsche Beteiligungsgesellschaft ist, wird die Mehrheit der Firmenanteile halten. Währenddessen bleibt die spezifische Expertise bei Blasius Schuster, was für die zukünftige Entwicklung von großer Bedeutung ist. Das Vorhaben wird derzeit vom Bundeskartellamt geprüft, und der Zeitpunkt der Entscheidung bleibt vorerst ungewiss.
Wachstum und Innovation im Bauwesen
Die Urban Mining Group hat das Ziel, eine wachsende Unternehmensgruppe im Bereich mineralische Bau- und Abbruchmaterialien aufzubauen. Die Stärkung von Blasius Schuster und seinen Beteiligungen steht dabei im Mittelpunkt, ebenso wie die Eigenmarke Schusterra für Recyclingprodukte. Mit über 90 Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche im Hafen Offenbach wird das Konzept der Kreislaufwirtschaft weiter vorangetrieben.
Die Unternehmensgruppe plant, in den Bereichen Behandlung und Aufbereitung von Boden und Bauschutt sowie in der trimodalen Entsorgungs- und Baustofflogistik zu wachsen. Geplant ist auch die Ausweitung regionaler Absatzmärkte und die Konsolidierung bestehender Unternehmensbereiche. Technische Anlagen sollen optimiert und neue Distributionskanäle erschlossen werden, um die Marktdurchdringung von Recycling-Baustoffen bundesweit zu verbessern.
Ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen nimmt stetig zu. Der Bau hat einen direkten Einfluss auf den Ressourcenverbrauch, das Abfallaufkommen und die Emissionen. In Deutschland entfallen etwa 50% des Abfalls auf Schutt und Bauabfälle. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat in seiner Stellungnahme „Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen“ Empfehlungen herausgegeben, um den Umweltschutz in der Bauindustrie zu stärken. Der Ansatz, Gebäude als Rohstofflager zu begreifen und wiederverwendete Baustoffe zum Standard zu machen, wird von Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesbauministerin Verena Hubertz unterstützt.
Durch geförderte Vorhaben der Nationalen Klimainitiative (NKI) werden diese Ansätze weiter gestärkt. Projekte wie „Build it circular“ und der Aufbau von Urban Mining Hubs sollen dazu beitragen, Hemmnisse für die Wiederverwendung von Materialien abzubauen und das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken in der Bauwirtschaft zu schärfen. Diese Initiativen greifen zentrale Punkte der SRU-Stellungnahme auf und tragen dazu bei, die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen voranzubringen.
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