Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 12. Mai 2026, wird in Gelnhausen ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Vor 30 Jahren, um genau zu sein, hat Berit Zeber den ersten Waldkindergarten in Gelnhausen eröffnet – und das war nicht nur irgendein Kindergarten, sondern einer der ersten seiner Art in ganz Deutschland. Das feierliche Event fand sowohl im gemütlichen Blockhaus als auch im Waldkindergarten selbst statt, umgeben von der Natur, die die Kinder dort so sehr schätzen. Und die Gratulanten ließen sich nicht lumpen: Landrat Thorsten Stolz (SPD), Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) und viele weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um diesen Meilenstein zu würdigen.

Max Zeber, der Sohn von Berit, sprach in seiner Ansprache über den Mut, das Risiko und die Leidenschaft, die hinter diesem einzigartigen Konzept stecken. Er verwies auf die Entwicklung des Waldkindergartens als eine Art „betriebswirtschaftliches Wunder“, wie es Landrat Stolz treffend formulierte. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Berit Zeber es geschafft hat, den Kindergarten mit eher bescheidenen finanziellen Mitteln über die Jahre hinweg aufrechtzuerhalten. Der Waldkindergarten hat sich als feste Größe in der Kinderbetreuung etabliert und legte den Grundstein für insgesamt 500 Waldkita-Plätze im Main-Kinzig-Kreis.

Eine „Perlenhochzeit“ im Grünen

Bürgermeister Litzinger verglich das Jubiläum mit einer „Perlenhochzeit“ und überreichte der Familie Zeber ein Wandrelief als Zeichen der Verbundenheit. Tatsächlich hat der Waldkindergarten in den letzten drei Jahrzehnten über 1000 Kinder betreut und 1500 Tipis gebaut – das sind beeindruckende Zahlen! Und die Nachfrage ist ungebrochen: Aufgrund des großen Interesses wurden bereits weitere Einrichtungen eröffnet, unter anderem in Roth, am Stempelberg in Höchst und in Eidengesäß. An vier Standorten kümmern sich mittlerweile 38 Mitarbeiter um bis zu 170 Kinder.

Berit Zeber, die selbst vier Kinder hat, die alle den Waldkindergarten besucht haben, zeigte sich überwältigt von der Unterstützung, die sie über die Jahre erhalten hat. Besonders dankte sie Heike Schmidt von der Stadt Gelnhausen, die eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Kindergartens gespielt hat. Ole Schön von der Kreissparkasse Gelnhausen brachte sogar einen Scheck über 1000 Euro mit – was für eine tolle Überraschung!

Ein Pfad der Erinnerung

Die Gäste konnten auf einem „Pfad der Erinnerung“ zum Waldkindergarten schlendern, gesäumt von Fotos und Kinderzeichnungen, die die Entwicklung und die vielen schönen Momente festhielten. Die Freude und die Emotionen waren spürbar – eine Atmosphäre, die zum Feiern einlud und die Verbundenheit mit der Natur und der Gemeinschaft zelebrierte.

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Der Waldkindergarten in Gelnhausen steht nicht nur für ein innovatives pädagogisches Konzept, sondern reflektiert auch einen Trend, der in Deutschland immer populärer wird: die Betreuung im Freien. Laut einer Veröffentlichung des Bundesamtes für Statistik, aufbereitet von der Deutschen Wildtier Stiftung, zeigt sich ein klarer Trend hin zu Natur- und Waldkindergärten. Diese bieten den Kindern nicht nur eine andere Form der Erziehung, sondern auch die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben.

Die Daten des Bundesamtes, die am 01.03.2014 veröffentlicht wurden, zeigen, dass dieser Ansatz zunehmend geschätzt wird. Die Statistiken umfassen Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und lassen erahnen, wie wichtig es ist, dass Kinder in der Natur spielen und lernen dürfen. Das Beispiel des Waldkindergartens in Gelnhausen ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie solch eine Erziehung realisiert werden kann – und das nicht nur in Gelnhausen, sondern auch in vielen anderen Städten und Gemeinden in Deutschland.