In Kassel hat sich ein Unternehmen etabliert, das auf eindrucksvolle Weise aus einer eher unscheinbaren Vergangenheit in die moderne Welt der IT-Sicherheit aufgebrochen ist. Starke + Reichert, 1954 gegründet von Bernhard Starke in einer Privatwohnung, hat sich von der Buchhaltung mit Durchschreibpapier zum Anbieter von IT-Sicherheit, Software und digitalen Prozesslösungen entwickelt. Heute, unter der Führung von Alexander Starke, einem 42-jährigen Unternehmer, der die Geschäfte von seinem Großvater übernommen hat, beschäftigt die Firma stolze 125 Mitarbeiter in Kassel und weitere 200 in der Unternehmensgruppe.
Mit einem Umsatz von 25 Millionen Euro betreut Starke + Reichert bundesweit rund 1800 Kunden. Besonders im Fokus stehen Mittelständler, die oft die Sicherheitsanfälligkeit ihrer eigenen Systeme unterschätzen. Alexander Starke, der in Wehlheiden lebt und einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen muss, warnt eindringlich davor, dass die Sicherheitslage in vielen Unternehmen verbesserungswürdig ist. „Die Angriffe entwickeln sich schneller als der Schutz“, betont er. Dies wird von aktuellen Studien untermauert, die zeigen, dass Cyberangriffe zunehmend auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) treffen.
Die wachsende Bedrohung
Eine Studie von Deloitte hat ergeben, dass 25% der befragten Unternehmen bereits von Cyber-Vorfällen betroffen waren, die den Betriebsablauf erheblich störten. Da fragt man sich doch, wie viele Unternehmen in Deutschland sich tatsächlich auf solche Angriffe vorbereiten. Die Umfrage zeigt, dass 77% der Befragten die Angriffsgefahr als mittel bis hoch einschätzen, und 62% sehen Cybersecurity als hohe oder sehr hohe Priorität an. Man könnte fast sagen, dass es höchste Zeit wird, dass Unternehmen sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen.
Die größte Schwäche bei Cyber-Attacken scheint die Reaktionsgeschwindigkeit der Firmen zu sein. Das bedeutet, dass viele nicht wissen, wie sie im Ernstfall handeln sollen. Auch ungeschultes Personal wird als das größte Risiko identifiziert, gefolgt von technischen und organisatorischen Schwachstellen. Diese Erkenntnisse sind alarmierend, wenn man bedenkt, dass 60% der Unternehmen ihre Cybersecurity mittlerweile strategisch in die Unternehmensführung integrieren – ein Fortschritt, der zeigt, dass das Bewusstsein wächst.
Cyberangriffe und ihre Folgen
Die möglichen Folgen von Cyber-Attacken sind nicht zu unterschätzen. Neben finanziellen Verlusten können auch Reputationsschäden und rechtliche Folgen eintreten. Schadsoftware, Identitätsdiebstahl, Phishing und digitale Erpressung sind die gängigsten Arten von Angriffen, und die Unternehmen müssen sich darüber im Klaren sein, dass auch ihre Systeme potenziell verwundbar sind. Es ist beruhigend zu hören, dass 56% der Unternehmen mittlerweile einen Reaktionsplan für Cyber-Angriffe haben.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass viele veraltete Mail-Server in Deutschland existieren. Diese veralteten Systeme sind wie offene Türen für Angreifer. Die Sicherheitslage in Unternehmen ist also nicht nur verbesserungsfähig, sie ist dringend. Starke + Reichert bietet nicht nur präventive Lösungen an, sondern steht auch nach Cyberangriffen bereit, um betroffenen Unternehmen zu helfen. Das ist eine Art Feuerwehr, die in der digitalen Welt immer mehr benötigt wird.
Ein Blick in die Zukunft
Die Cybersicherheitslage in Deutschland wird kontinuierlich beobachtet, und der BSI-Monatsbericht gibt einen klaren Überblick über die gegenwärtige Gefährdungslage, die Angriffsflächen und die Resilienz der Unternehmen. Die Daten zeigen, dass Angreifer existierende Schwachstellen gezielt ausnutzen, um Schadwirkungen zu verursachen. Daher sind Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz unerlässlich – sei es durch Prävention, Verteidigung oder Bewältigung von Angriffen.
Wenn wir in die Zukunft blicken, bleibt zu hoffen, dass Unternehmen die Dringlichkeit von Cybersecurity erkennen und in ihre Strategien integrieren. Die Digitalisierung schreitet voran, und je mehr wir uns auf digitale Lösungen verlassen, desto mehr müssen wir unsere Schutzmaßnahmen verstärken. Alexander Starke und sein Team sind da, um ihren Teil beizutragen – und das ist eine gute Nachricht für alle Mittelständler, die sich in dieser unsicheren Zeit behaupten wollen.