Heute ist der 26.05.2026 und der Sommer hat sich so richtig in Nordhessen breitgemacht. Eine Hitzewelle hat uns seit dem Wochenende fest im Griff, und die Temperaturen schießen in die Höhe. Es ist kaum zu fassen, dass wir hier in Kassel von Temperaturen um die 30 Grad sprechen – und das bei strahlendem Sonnenschein und hohem Luftdruck! Am Dienstag, dem 27. Mai, wird es sogar bis zu 34 Grad warm, das ist schon fast wie ein kleiner Hitzeschock für die Region.
Besonders in Frankfurt wird es am Wochenende mit 32 Grad richtig heiß. Die höheren Lagen kommen mit angenehmeren 27 Grad davon, aber auch dort kann es nachts auf erträgliche 19 Grad abkühlen. In Nordhessen sinken die Temperaturen sogar teils auf kühle 11 Grad. Man könnte sagen, die Nacht bringt eine willkommene Erfrischung nach so einem heißen Tag. Doch der Mittwoch, 28. Mai, könnte uns dann doch wieder ein bisschen das Wetter vermiesen. Zunächst bleibt es warm, aber Wolken und Schauer kündigen sich an. Ein bisschen Abkühlung könnte uns nicht schaden, auch wenn punktuelle Gewitter mit Böen von 60 bis 70 km/h und Starkregen um die 15 l/qm nicht ganz ohne sind.
Wetterwechsel in Sicht
Die Wetterlage wird sich zur Wochenmitte spürbar verändern. Eine Kaltfront aus Skandinavien bringt kühlere Luft in die Nordhälfte Deutschlands. Das bedeutet, Kassel wird im nördlichen, kühleren Bereich liegen, während im Süden weiterhin heiße Temperaturen von 27 bis 31 Grad erwartet werden. Die Experten sind sich uneinig, wie stark Kassel und Nordhessen tatsächlich betroffen sein werden, aber ein wenig Abkühlung kann ja nicht schaden.
Am Donnerstag, dem 29. Mai, wird es laut Vorhersage wieder milder mit Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad. Der Freitag, 30. Mai, könnte uns dann aber erneut über die 30-Grad-Marke bringen – ein wahrer Temperatur-Tango, der uns hier in Hessen geboten wird! Unglaublich, wie sehr sich das Wetter in den letzten Jahren verändert hat. Wenn wir uns zurückerinnern, dann sticht besonders das Jahr 2025 hervor, in dem aufgrund des Klimawandels häufigere Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Überschwemmungen auftraten.
Klimawandel und seine Konsequenzen
Der Klimawandel hat uns nicht nur in Kassel fest im Griff, sondern wirkt sich global aus. Laut Klimawissenschaftlern sind Hitzewellen mittlerweile zehnmal wahrscheinlicher geworden. Im Jahr 2025 waren die globalen Temperaturen trotz günstiger Voraussetzungen für ein kühles Jahr außergewöhnlich hoch. Theodore Keeping vom Imperial College London macht deutlich, dass der Einfluss des Klimawandels auf Wetterextreme nicht ignoriert werden kann. Und so wird 2025 als eines der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen prognostiziert.
Die extremen Wetterereignisse, die wir zuletzt erlebt haben, fordern nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch unsere Anpassungsfähigkeit. Die ärmsten und verletzlichsten Gesellschaften sind am stärksten betroffen, und es ist beunruhigend zu wissen, dass Hitzeereignisse die tödlichsten Extremwetterereignisse darstellen. 2025 kosteten sie in Europa über 24.400 Menschenleben. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn der Hurrikan Melissa, der Jamaika im Oktober 2025 verwüstete, war der stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Folgen sind verheerend.
Immer wieder wird betont, dass Anpassungen allein nicht ausreichen. Der Aufruf zum Handeln ist lauter denn je: Ein schneller Ausstieg aus fossilen Energien ist notwendig, um die Erderwärmung zu stoppen. Denn wenn wir nicht handeln, dann wird der Sommer, den wir jetzt genießen, bald nicht mehr der gleiche sein. Die hitzigen Temperaturen könnten dann zu einer schleichenden Normalität werden – und das wäre für uns alle ein Grund zur Sorge.