Die Vorfreude auf den Hessentag in Fulda, der in wenigen Tagen beginnt, ist bei vielen spürbar. Doch jetzt kommt die bittere Pille: Die Gleisarbeiten zwischen Kassel und Bebra stellen die Anreise vor große Herausforderungen. Seit dem 15. Mai wird hier fleißig gewerkelt, und die Bahn hat sich dazu entschlossen, die Gleise bis zum 19. Juni zu sanieren. Das ist natürlich blöd, denn die Sperrung fällt genau in die Zeit des Hessentages, der vom 12. bis zum 21. Juni stattfindet. Wer mit dem Zug anreisen möchte, der muss sich auf Umwege einstellen.

Ersatzbusse pendeln zwischen Baunatal (Kassel) und Bebra, was immerhin eine Möglichkeit ist, um zum Hessentag zu gelangen. Aber seien wir ehrlich, der Bus ist nicht die schnellste oder angenehmste Option. Wenn man von Kassel-Wilhelmshöhe nach Bebra fährt, dauert das schon fast zwei Stunden. Danach muss man noch in den Regiozug nach Fulda umsteigen, was weitere 40 Minuten in Anspruch nimmt. Wer es eiliger hat, kann den ICE nutzen, der in etwa 30 Minuten die Strecke zurücklegt – aber für bis zu 51 Euro! Das ist nicht gerade ein Schnäppchen.

Alternativen und Empfehlungen

Und das ist noch nicht alles: Die Regionalzüge der Linien RB 5 und RE 5 fallen ebenfalls aus. Der Pressesprecher der Stadt Fulda bezeichnete die Situation als „ärgerlich, aber unvermeidbar“, was sicherlich nachvollziehbar ist. Die Stadt hat jedoch reagiert und etwa 10.000 zusätzliche Parkplätze ausgewiesen. Autofahrer, die von Kassel aus anreisen, müssen mit einer Fahrtzeit von ungefähr eineinhalb Stunden rechnen. Und für nur 10 Euro pro Tag kann man sein Auto stehen lassen. Shuttlebusse bringen die Besucher von den Parkplätzen bequem in die Innenstadt. Das klingt doch schon mal besser!

Fahrradfahrer können sich ebenfalls freuen – es stehen zusätzliche Fahrradstellplätze zur Verfügung. Die Stadt empfiehlt, Fahrgemeinschaften zu bilden, um den Verkehr etwas zu entzerren. Komischerweise sind die Fernverkehrszüge zwischen Kassel und Fulda von den Bauarbeiten nicht betroffen, was für Reisende mit einem etwas dickeren Geldbeutel eine gute Nachricht ist. Allerdings ist der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) trotz der Umstände bemüht, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten, und hat keinen Einfluss auf die Planung der Gleisarbeiten.

Ein Blick in die Zukunft

Ganz nebenbei beginnt ab dem 10. Juli die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke. Das bedeutet, dass wir uns auf weitere Umleitungen und Einschränkungen einstellen müssen. Die langfristige Planung der Baumaßnahmen wird von der zuständigen Firma DB-Infra-Go durchgeführt, und die Verantwortlichen sind sich der Herausforderungen bewusst. Wer also zum Hessentag fahren möchte, sollte sich besser frühzeitig über die aktuellen Fahrpläne und die angebotenen Alternativen informieren.

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Für weitere Informationen über die Fahrpläne und Tarife kann man auch die Webseite HLB besuchen. Dort findet man alles, was man über die Reise zum Hessentag wissen muss.