Am Fronleichnam war es wieder soweit – das traditionelle Hähnekrähen des Kleintierzuchtvereins K54 in Udenhausen zog zahlreiche Besucher an. Fast 40 Jahre ist es her, dass diese Veranstaltung ins Leben gerufen wurde. So fanden sich rund 150 tierbegeisterte Menschen ein, um das Spektakel mit 27 kämpferischen Hähnen zu verfolgen. Es war ein echter Wettstreit, denn jeder Hahn wurde in zwei Durchgängen von je 30 Minuten beobachtet. Die Schiedsrichter zählten unermüdlich die Lautäußerungen, wobei die Lautstärke keine Rolle spielte. Wer hätte gedacht, dass das Zählen von Krähen so spannend sein kann?!

Der Sieger ließ nicht lange auf sich warten: Ein Hahn von Ben Schneider krähte 114 Mal in einer Stunde und sicherte sich damit den ersten Platz. Es war fast schon eine kleine Sensation, denn der Zweitplatzierte, ein Hahn von Karl-Heinz Ebeling, kam ihm mit 109 Rufen gefährlich nah. Auch die weiteren Platzierungen sorgten für Gesprächsstoff: Ein zweiter Hahn von Schneider kam mit 74 Rufen ins Ziel, gefolgt von Andreas Ritter mit 73 und Teo Bröcker mit 58 Rufen. Allerdings gab es auch fünf Hähne, die sich einfach weigerten, ihre Stimme zu erheben. Andreas Wrobel, der Vorsitzende des Vereins, hatte alle Hände voll zu tun, um die Züchter zu beruhigen. Man merkt, dass das Hähnekrähen nicht nur Wettkampf, sondern auch eine Gelegenheit zur Gemeinschaftsfeier ist.

Ein Fest für die ganze Familie

Aber das war noch nicht alles! Neben dem Wettkampf gab es ein echtes Dorffest mit Kuchen, kühlen Getränken und Gegrilltem. Die Atmosphäre war einfach toll – man konnte die Freude und die Aufregung in der Luft spüren. Das Hähnekrähen wird nicht nur als Wettkampf geschätzt, sondern auch als eine Möglichkeit, gemeinsam Zeit zu verbringen und alte Traditionen zu feiern. Die nächste Veranstaltung, die Oberbornschau, findet übrigens am 21. und 22. November 2026 im Dorfgemeinschaftshaus Udenhausen statt. Diese war im Vorjahr wegen der Geflügelgrippe abgesagt worden – umso mehr Grund zur Freude, dass es endlich weitergeht!

Ein weiterer Höhepunkt im Kalender der Kleintierzüchter steht ebenfalls bevor: Am 29. November 2025 findet die KV-Kaninchen Tischbewertung und das Züchteressen statt. Hier werden 222 Kaninchen bewertet – kaum zu fassen, wie viele Tiere da zusammenkommen! Vier Preisrichter/innen werden die Tiere unter die Lupe nehmen und nach der Bewertung folgt ein Essen sowie eine Siegerehrung. Es ist anzumerken, dass Monika Schubert für ihre 60-jährige Mitgliedschaft im Kleintierzuchtverein geehrt wird. Da kann man nur den Hut ziehen!

Erfolge und Ehrungen

Besonders erfreulich ist, dass der Verein bei der Vereins-Kreismeisterschaft den 3. Platz erreicht hat. Das macht sich gut in der Vereinsgeschichte! Bei der Jugend konnte Karl Stietenroth sowohl den besten Rammer als auch die beste Häsin mit seinen Farbenzwergen weißgrannen havannafarbig präsentieren. Die Kreismeister sind ebenfalls einen Blick wert: Manfred Peter sicherte sich mit seinen Hellen Großsilber 387 Punkte, dicht gefolgt von Peter Grabis mit den Blau-Rexen und Kai Grabis mit den Schwarz-Rexen. Es war ganz klar ein Tag voller Freude und Erfolge für die Züchter.

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So bleibt nur zu sagen: Die Kleintierzucht und die damit verbundenen Veranstaltungen sind nicht nur ein Hobby, sondern ein echtes Lebensgefühl. Es ist eine Art, Traditionen lebendig zu halten und gleichzeitig die Gemeinschaft zu stärken. Manchmal sind es gerade diese kleinen, feinen Feste, die das Leben in unserer Region so bunt und lebenswert machen.