Heute, am 18.05.2026, gibt es in Kassel Neuigkeiten, die uns alle betreffen könnten. Die Asiatische Hornisse hat sich in unserer Region ausgebreitet und ihre ersten Sichtungen wurden bereits in Kassel registriert. Stadtimker Victor Hernández hat das erste Exemplar in einem Garten in Harleshausen gefangen – ein Zeichen, das uns aufhorchen lassen sollte! Die Stadt Kassel bittet die Bürgerinnen und Bürger eindringlich, Sichtungen zu melden, um Nester durch Fachberater entfernen zu lassen. Denn je früher wir reagieren, desto besser können wir die Ausbreitung eindämmen.
Diese Hornisse, die ursprünglich aus Südostasien stammt, gilt laut EU-Verordnung 1143/2014 als invasive gebietsfremde Art. Sie bedroht nicht nur heimische Ökosysteme, sondern kann auch wirtschaftlichen Schaden anrichten. Besonders besorgniserregend ist ihr Beutespektrum – dazu zählen auch unsere fleißigen Honigbienen. Wenn die Asiatische Hornisse in unsere Gärten einzieht, könnte das die Bestäubung und damit die gesamte Biodiversität gefährden.
Was ist die Asiatische Hornisse?
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich seit ihrer ersten Entdeckung in Deutschland im Jahr 2014 in mehreren Bundesländern ausgebreitet. Besonders in Südhessen sind Meldungen häufig zu verzeichnen. Im Jahr 2023 wurden über 1.189 Sichtungen gemeldet, von denen 871 verifiziert wurden – ein alarmierender Anstieg. Besonders die Landkreise Bergstraße, Groß-Gerau und Darmstadt-Dieburg sind betroffen. Der Klimawandel begünstigt ihre Ausbreitung: Warme, trockene Sommer und milde Winter schaffen ideale Bedingungen für diese Art.
Optisch unterscheidet sich die Asiatische Hornisse von ihrer europäischen Verwandten. Sie hat einen dunkleren Körper mit gelben Beinenden und orangefarbenen Binden. Im Gegensatz dazu zeigt die Europäische Hornisse eine stärkere Gelb- und Rotbraunfärbung mit auffälligen gelben Streifen. Wenn Sie ein Nest entdecken, sollten Sie unbedingt Abstand halten! Vor allem Allergiker sollten auf Symptome wie Atemnot oder Schwellungen achten. Und so verlockend es auch sein mag, Nester selbst entfernen zu wollen – das ist eine Aufgabe für ausgebildete Fachberater.
Meldung von Sichtungen
Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu stoppen, ist die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Sichtungen können über das Meldeportal des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sowie das Velutina-Portal 2.0 gemeldet werden. Es ist wichtig, dass Sie Nachweise in Form von Foto- oder Videomaterial sowie eine genaue Standortangabe beifügen. Das HLNUG kontrolliert alle Meldungen und leitet bestätigte Nestmeldungen an die zuständigen Regierungspräsidien weiter.
Die Stadt bietet außerdem Kontaktmöglichkeiten über den Imkerverein Kassel an, falls Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen. Wenn es um Nester an Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen geht, können Sie das Ordnungsamt über die Behördennummer 115 oder per E-Mail kontaktieren. So wird sichergestellt, dass die Nester professionell entfernt werden, ohne dass Gefahr für die Menschen oder die Umwelt besteht.
Die Diskussion rund um die Asiatische Hornisse ist ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, denen wir uns in einer sich verändernden Umwelt stellen müssen. Es ist wichtig, informiert zu bleiben und aktiv zu handeln, um unsere heimischen Arten und Ökosysteme zu schützen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft in gesunden Gärten und blühenden Wiesen leben! Halten Sie die Augen offen und melden Sie Sichtungen – unser Ökosystem wird es Ihnen danken!