Am frühen Freitagnachmittag, dem 24. April 2026, ereignete sich auf der A4 bei Friedewald-Sorga im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein bedrohlicher Vorfall: Ein Lkw-Brand hielt die Einsatzkräfte auf Trab. Die Zugmaschine des Fahrzeugs brannte vollständig, während der Tieflader mit einem Bagger unterwegs war, der glücklicherweise unbeschädigt blieb. Ein Einsatzteam von rund 20 Feuerwehrleuten der Feuerwehr Wildeck-Obersuhl war vor Ort, um die Flammen zu löschen und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
Der Brandort lag zwischen Friedewald und Bad Hersfeld in einer Baustelle, was den Einsatz zusätzlich erschwerte. Die Feuerwehr berichtete, dass das Feuer nicht auf die Ladung übergegriffen hatte, was die Situation etwas entspannte. Während des Einsatzes musste der Verkehr entgegen der üblichen Richtung angefahren werden, da eine Rettungsgasse fehlte. Der Fahrer des Lkw erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Autobahn in Richtung Bad Hersfeld war zeitweise voll gesperrt, wodurch es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. Zu den genauen Sachschäden liegen derzeit noch keine Informationen vor.
Häufige Lkw-Brände auf deutschen Straßen
Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Lkw-Bränden auf deutschen Autobahnen ein. Laut Berichten kommt es immer wieder zu Feuerwehreinsätzen, besonders bei MAN-Modellen TGX und TGS aus den Baujahren 2016 bis 2019. Diese Fahrzeuge, die häufig als Tanklaster oder Gefahrguttransporter eingesetzt werden, erhöhen das Risiko eines Brandes erheblich. Zwischen Januar 2023 und Mitte August 2025 wurden allein auf der A7 zwischen Göttingen und dem Kirchheimer Dreieck 33 Lkw-Brände registriert, wobei in 27 Fällen ein MAN-Lkw involviert war. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bezeichnet die Situation als „ernstes Risiko“.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, wurde 2024 ein Rückruf für mehr als 37.000 MAN-Fahrzeuge weltweit eingeleitet, um geschädigte Ölfilterbauteile auszutauschen und die Ölwechselintervalle zu verkürzen. In Deutschland betrifft der Rückruf rund 12.700 Fahrzeuge. Trotz dieser Maßnahmen berichten sowohl Unternehmer mit MAN-Fahrzeugflotten als auch Fahrer von lebensbedrohlichen Situationen und wirtschaftlichen Schäden durch die Brände. Feuerwehrkräfte schildern zudem die Schwierigkeiten und Risiken, die mit den Einsätzen verbunden sind.
MAN selbst betont, dass Brandschäden in der Gesamtflotte „sehr selten“ vorkommen und verweist auf mögliche Wartungsmängel als Ursache für die Brände. Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, die Wahrscheinlichkeit für Brände zu minimieren, während das KBA die ergriffenen Maßnahmen weiterhin prüft, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten.