Heute ist der 9.05.2026 und ich kann euch sagen, hier in Groß-Gerau sind die Gespräche um das historische Jagdschloss Mönchbruch noch lange nicht verstummt. Im April 2025, genauer gesagt am 24. April, passierte etwas, das man so schnell nicht vergisst. Ein 63-jähriger Autofahrer verlor, kurz nach 8:00 Uhr, die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit voller Wucht in die Fachwerkwand des Schlosses. Ich meine, wie dramatisch ist das bitte? Das Ganze geschah direkt an der Bundesstraße 486, wo das alte Gebäude, das von der Geschichte nur so strotzt, einfach mal einen heftigen Schlag abbekam.

Der Aufprall hinterließ ein mannshohes Loch in der Wand und zerstörte gleich mehrere Gefache sowie drei Fensterscheiben. Zum Glück blieb der Autofahrer unverletzt – das ist ja das Wichtigste. Aber der Schaden? Oh je, der ist noch nicht richtig beziffert, die Polizei schätzt ihn auf etwa 400.000 Euro. Ein ganz schöner Brocken, wenn ihr mich fragt! Und für den denkmalgerechten Ersatz der Fachwerkbalken musste man auch noch mal 35.000 Euro auf den Tisch legen.

Renovierungsarbeiten und Herausforderungen

Nach dem Unfall kam das Technische Hilfswerk zum Einsatz und stellte Stützbalken auf, um das Dach des Jagdschlosses zu entlasten. Das muss ein Anblick gewesen sein: Einsatzkräfte, die mit viel Geschick und Präzision am Werk waren, während im Schloss eine Hochzeitsgesellschaft feierte. Beruhigend für die Gäste: Das Trauzimmer blieb von den Schäden verschont. Ein echtes Glück, oder? Dennoch, die Renovierungsarbeiten an der Fassade sind mittlerweile abgeschlossen, und man könnte fast denken, es war nie etwas passiert.

Doch da gibt es noch das Problem mit dem Zustand des Gebäudes. Die Hotelchefin, Claudia Grote, hatte schon vor dem Unfall für eine Sandsteinmauer entlang des Biergartens gekämpft und ist jetzt auf der Suche nach Bundsandstein für Reparaturen. Komischerweise hat sie bisher keine verfügbaren Steine finden können. Und als ob das nicht genug wäre, steht der Antrag zur Sanierung des hinteren Pavillons, den sie bereits 2021 eingereicht hat, noch immer auf der Warteliste. Ja, es ist ein ständiges Ringen um Genehmigungen und Mittel, und der Zustand des Schlosses verschlechtert sich zusehends.

Die Lage bleibt angespannt

Die Nachforderungen für Ausgleichspflanzungen im Außenbereich tun ihr Übriges, und auch ein Bauantrag zur Sanierung der Dächer ist bereits gestellt – auch hier steht die Genehmigung noch aus. Man fragt sich, wie lange das noch gut gehen kann. Es ist fast so, als würde das Jagdschloss Mönchbruch, das einst ein Ort der Ruhe und des Feierns war, in einem ständigen Kampf um seinen Erhalt stecken.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Geschichte dieses einmal so prächtigen Gebäudes ist ein Spiegelbild der Herausforderungen, vor denen viele historische Stätten heutzutage stehen: Die Balance zwischen Erhaltung, Modernisierung und den Ansprüchen der heutigen Zeit ist ein schmaler Grat. Und während die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, bleibt die Frage: Wie wird es weitergehen? Denkt man an all die Geschichten, die diese Mauern erzählen könnten, möchte man einfach hoffen, dass das Jagdschloss auch in Zukunft eine zentrale Rolle in unserer Region spielt.