Technisches Drama am Frankfurter Flughafen: Boeing 787-9 der Lufthansa mit abruptem Bugunfall
Am 5. Juni 2026, um 12:45 Uhr, kam es am Frankfurter Flughafen zu einem bemerkenswerten Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Luftfahrtwelt auf sich zog. Eine Boeing 787-9 der Lufthansa, die unter dem Namen „Herne“ fliegt, erlebte eine unvorhergesehene technische Störung. Auf einer Parkposition vor Terminal 1 klappte das vordere Bugfahrwerk unerwartet ein, was dazu führte, dass die Nase des Flugzeugs abrupt auf den Boden sank. Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt keine Passagiere an Bord, sondern nur Mitarbeiter der Airline – insgesamt 13 Lufthansa-Mitarbeiter waren anwesend.
Fünf Personen, darunter zwei Mitarbeiter der Kabinencrew und drei von Fremdunternehmen, erlitten Verletzungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die medizinische Versorgung verlief glücklicherweise rasch, und zwei Lufthansa-Mitarbeiter konnten bereits am Donnerstagabend entlassen werden. Der geplante Flug LH450 nach Los Angeles, der um 13:50 Uhr starten sollte, wurde somit frühzeitig gestoppt.
Untersuchung durch die BFU
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Aufklärung des Vorfalls übernommen. Ermittler waren sofort vor Ort, um Daten zu sammeln und den Zustand des Flugzeugs zu dokumentieren. Die BFU, die in Deutschland die zentrale Anlaufstelle für die unabhängige Untersuchung von Unfällen in der zivilen Luftfahrt ist, wird in den kommenden Wochen Zeugen befragen. Das gesicherte Material wird zur Auswertung nach Braunschweig geschickt.
In etwa acht Wochen soll ein Zwischenbericht veröffentlicht werden, der jedoch keine abschließende Ursache nennen wird. Der vollständige Abschlussbericht wird voraussichtlich ein Jahr nach dem Vorfall erscheinen. Die Untersuchung wird die Faktoren Mensch, Maschine und Umwelt betrachten. Während die Rolle der Besatzung als weniger relevant eingeschätzt wird, da der Vorfall am Boden stattfand, wird die Lufttüchtigkeit und Wartung des Flugzeugs genauer unter die Lupe genommen.
Reaktionen und Reparatur
Lufthansa hat bereits Schritte unternommen, um die betroffene Maschine in einen sicheren Zustand zu bringen. Das Flugzeug wurde enttanket, angehoben und auf eigenen Rädern zum Technik-Gelände der Lufthansa gezogen. Die Reparatur wird nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Interessanterweise gibt es Parallelen zu einem ähnlichen Vorfall im Jahr 2021 am Flughafen London-Heathrow, bei dem eine Boeing 787-8 mit der Nase auf den Boden sank.
Die D-ABPQ ist Teil einer Flotte von 17 Dreamlinern bei Lufthansa, die allesamt relativ neu sind. Seit Februar 2026 ist die Maschine im Liniendienst unterwegs und trägt die Patenschaft der Stadt Herne. Vor dem Vorfall gab es keine größeren Auswirkungen auf den Flugverkehr, wie der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte. Das Ansehen der Lufthansa hat durch diesen Vorfall nicht gerade gewonnen, aber die Airline zeigt sich kooperativ mit den Untersuchungsbehörden.
In den letzten Jahren sind immer wieder Zwischenfälle in der Luftfahrt dokumentiert worden, die die Notwendigkeit von gründlichen Sicherheitsuntersuchungen unterstreichen. Man könnte fast sagen, dass es wie in einem Krimi ist – ein bisschen Spannung, ein bisschen Drama und viel Aufklärungsarbeit. Die BFU hat 39 Beschäftigte, viele davon sind Flugunfalluntersucher mit ingenieurwissenschaftlicher Expertise. Jährlich gehen rund 2000 Ereignismeldungen bei der BFU ein, was zeigt, dass die Luftfahrtindustrie ständig in Bewegung ist.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Situation entwickeln wird und welche Lehren aus diesem Vorfall gezogen werden können. Die Menschen am Frankfurter Flughafen schauen gespannt auf die Ergebnisse der Untersuchung, während die Welt der Luftfahrt weiterhin im Fokus steht.
