Heute ist der 26.06.2026 und die Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse steigt. Besonders im Fokus steht die bevorstehende Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. In diesem Jahr wird der renommierte Preis an den französisch-britischen Menschenrechtsanwalt Philippe Sands verliehen, und das hat es in sich! Der Preis ist nicht nur eine bedeutende Ehrung, sondern auch mit 25.000 Euro dotiert – ein schöner Anreiz, um für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.

Philippe Sands, dessen Wurzeln in Lwiw (historisches Lemberg) in der Ukraine liegen, ist ein beeindruckender Jurist und Autor. Besonders bewegend ist seine Herkunft – als Nachkomme von Holocaustüberlebenden trägt er die Geschichten und Erfahrungen von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in sich. Guggolz, der Vorsteher des Börsenvereins, lobte Sands für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und das Völkerrecht. Er hat sich nicht nur für die Rechte von Palästinensern und Rohingya stark gemacht, sondern auch den Begriff „Ökozid“ entwickelt, der die verheerenden Auswirkungen der globalen Erderwärmung thematisiert. Was für ein innovativer Denker!

Ein Leben für die Gerechtigkeit

Was Sands so besonders macht? Nun, er ist nicht nur ein Jurist, der an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mitwirkte, sondern auch ein literarischer Sachbuchautor. Sein Buch „Rückkehr nach Lemberg“ ist ein eindringliches Werk, das seine eigene Familiengeschichte mit der Geschichte Europas verknüpft. Fast alle der rund 120.000 Juden aus Lemberg wurden von den Nationalsozialisten ermordet – ein Fakt, der ihm nicht nur den literarischen Ruhm einbrachte, sondern auch tiefgreifende Einsichten in die Ursprünge von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit eröffnete. Er hat es also geschafft, die erdrückende Last der Geschichte in Worte zu fassen, die zum Nachdenken anregen.

Die Preisverleihung findet traditionell am Abschluss der Frankfurter Buchmesse, dieses Jahr am 11. Oktober, in der Paulskirche statt. Sands wird dort eine Dankrede halten, und man kann sich schon jetzt auf die bewegenden Worte freuen, die er sicherlich finden wird. Der Friedenspreis wird seit 1950 verliehen und hat schon viele bedeutende Persönlichkeiten geehrt. Es ist spannend zu sehen, dass die Auszeichnung nicht nur an Deutsche vergeben wird – der Stiftungsrat entscheidet jährlich über die Preisträger weltweit.

Ein Blick in die Zukunft

Philippe Sands hat sich in seiner juristischen Arbeit stets auf die universellen Rechte jedes Menschen konzentriert und kämpft unermüdlich für die Verteidigung von Opfern von Kriegsverbrechen, Rassismus, Folter und kolonialem Unrecht. Er ist ein Vorbild, das uns zeigt, wie wichtig es ist, für die Schwächsten einzutreten. Und während die Vorbereitungen für die Buchmesse auf Hochtouren laufen, können wir uns auf eine beeindruckende Zeremonie freuen, die live im Fernsehen übertragen wird. Wer weiß, vielleicht wird Sands uns mit seiner Dankesrede nicht nur inspirieren, sondern auch einen neuen Anstoß für das Engagement für Frieden und Gerechtigkeit geben.

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