Hochstädter Lyriknacht: Ein Fest der Worte für Horst Bingel
In der charmanten Evangelischen Kirche von Maintal-Hochstadt wird am 21. August die 16. Hochstädter Lyriknacht gefeiert. Eine Veranstaltung, die nicht nur das Herz der Literaturfreunde höher schlagen lässt, sondern auch als Hommage an den verstorbenen Frankfurter Schriftsteller Horst Bingel gedacht ist. Seine Frau, Barbara Bingel, hat die Horst-Bingel-Stiftung ins Leben gerufen, um das literarische Erbe ihres Mannes lebendig zu halten. Horst Bingel, der 2008 starb, war nicht nur Lyriker, sondern auch Gründer des Frankfurter Forums für Literatur und Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller. Seine Leidenschaft für die Literatur wird in dieser Nacht spürbar, wenn neun talentierte Dichterinnen und Dichter ihre Werke zum Besten geben.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, und es wird musikalische Begleitung an Orgel und Saxophon geben – eine Mischung, die die Atmosphäre sicher besonders intensiv gestalten wird. Zu den Gästen zählen unter anderem die Lyrikerinnen Silke Scheuermann und Daniela Seel sowie der bekannte José F. A. Oliver, der kurz nach der Lyriknacht das Amt des Stadtschreibers von Bergen-Enkheim an Judith Kuckart übergeben wird. Auch zwei Preisträgerinnen des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen werden an diesem Abend auftreten. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte sich bis zum 15. August anmelden!
Eine Tradition der Lyrik
Seit 2010 findet die Hochstädter Lyriknacht jährlich statt und zieht immer mehr Literaturbegeisterte an. Die Stiftung, die Barbara Bingel gegründet hat, fördert nicht nur diese Veranstaltung, sondern vergibt auch alle zwei Jahre den Horst-Bingel-Preis für Literatur, der mit 12.000 Euro dotiert ist. Ein Teil des Preisgeldes stammt vom Hessischen Ministerium, während die Stadt Frankfurt die andere Hälfte beisteuert. Die Preisträger werden Ende August bekannt gegeben, und die feierliche Preisverleihung findet am 16. Oktober im Archiv der Goethe-Universität statt. Bisherige Preisträgerinnen wie Nadja Küchenmeister und Ulrike Almut Sandig haben den Preis erhalten, was die hohe Wertschätzung dieser Auszeichnung unterstreicht.
Barbara Bingel selbst hat eine lange Karriere als Lehrerin am Albert-Einstein-Gymnasium in Maintal hinter sich. Geboren 1953 in Jena und aufgewachsen in Offenbach, hat sie Anglistik, Politik und Geschichte in Frankfurt und England studiert. Ihre Liebe zur Literatur und ihr Engagement in der Literaturszene sind unverkennbar. Nach dem Tod ihres Mannes hat sie ihre Energie darauf verwendet, das literarische Leben in der Region zu beleben und zu fördern, und sich als Zweite Vorsitzende des hessischen Literaturrats einen Namen gemacht.
Ein Blick in die Zukunft der Literatur
Die Hochstädter Lyriknacht und der Horst-Bingel-Preis sind nicht nur ein persönliches Anliegen von Barbara Bingel, sie sind auch Teil eines größeren kulturellen Erbes, das die Stadt Maintal und die Region bereichert. In einer Zeit, in der Literatur und Kunst oft in den Hintergrund gedrängt werden, setzen solche Veranstaltungen ein Zeichen für die Wichtigkeit kreativen Schaffens. Mit jedem Vers, der an diesem Abend gelesen wird, und jeder Note, die gespielt wird, wird das Erbe von Horst Bingel weitergetragen und in die Herzen der Zuhörer gepflanzt.
Also, liebe Leser, markiert euch den 21. August im Kalender und meldet euch an! Diese Lyriknacht verspricht, ein echtes Fest der Worte zu werden, das man nicht verpassen sollte!
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