Heute ist der 17.07.2026, und in Frankfurt am Main brodelt die kreative Energie wie eh und je. Die World Design Capital, unter der Leitung von Carolina Romahn, hat bereits im ersten Halbjahr mit der Open Design Week einen echten Paukenschlag hingelegt. Über 35.000 Menschen strömten zwischen dem 5. und 14. Juni 2023 zu mehr als 200 Veranstaltungen in vier Städten – Frankfurt, Offenbach, Darmstadt und Wiesbaden. An 150 Orten, von Studios über Universitäten bis hin zu kulturellen Institutionen, wurde die Rolle des Designs im öffentlichen Leben lebendig und greifbar. Man könnte sagen, die Region wurde zur lebendigen Plattform für Design.

Romahn kann auf eine aufregende Zeit zurückblicken, die sie aber gleichzeitig auch mit einer gewissen Melancholie erfüllt. Das Ende des Projekts naht, und während sie die immense Energie und den Austausch zwischen verschiedenen Altersgruppen – besonders durch die Demokratie-Kioske – schätzt, sieht sie auch die Herausforderungen. Die Beteiligung der Industrie und Finanzwirtschaft bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es ist fast so, als ob die Welt des Designs in Deutschland noch nicht ganz angekommen ist, verglichen mit anderen Metropolen wie Kopenhagen oder Paris. Das Verständnis für Design als Wirtschaftsfaktor – nun ja, das hat noch Luft nach oben.

Ein Festival der Möglichkeiten

Die Open Design Week war mehr als nur ein Festival. Sie war eine langfristige Initiative, die auch über das Jahr der Welt-Design-Hauptstadt hinaus wirken soll. An den vier speziellen Fokus-Tagen wurden lokale kreative Ökosysteme ins Rampenlicht gerückt, und sieben thematische „Spaces“ boten Treffpunkte für Designer, Unternehmen und die Öffentlichkeit. Es war ein Ort des Austauschs, der Ideen, der Begegnungen. Von der Ausstellung „A Step Ahead: 125 Jahre Mathildenhöhe Darmstadt“, die historische und zeitgenössische Arbeiten zusammenbrachte, bis hin zu dem „Circle Cube“ in Offenbach, der sich mit kreislauforientiertem Bauen auseinandersetzte – die Vielfalt war schier überwältigend. Hier wurden nachhaltige Ansätze für das Bauen diskutiert; ein echtes Schaufenster für innovative Ideen!

Romahn sieht die Erfolge, die die World Design Capital bisher erzielt hat, als Anstoß für eine positive Veränderung. Der Austausch zwischen der interessierten Zivilgesellschaft und politischen Entscheidungsträgern ist in vollem Gange, jedoch gibt es noch viel zu tun. Die Verwaltungsebenen sollen im zweiten Halbjahr gezielt einbezogen werden, um die Vision von Design für Demokratie und gemeinschaftliches Gestalten weiter voranzutreiben.

Kreativität und Nachhaltigkeit als Leitgedanken

Schaut man etwas weiter in die Zukunft, so zeigt das Programm der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 eine klare Vision: „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“. Diese Initiative zielt darauf ab, Pessimismus und Krisenstimmung mit einem positiven Narrativ entgegenzuwirken. Die zentralen Ziele sind klar umrissen: Verbesserung der Lebensqualität, Ausbau der regionalen Identität, Sicherung nachhaltiger Innovationen und die Förderung einer lebendigen Demokratie durch partizipative Gestaltung. Romahns Ziel ist es, die Menschen zu inspirieren, Räume für gemeinschaftliches Gestalten zu schaffen und innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten.

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Es bleibt spannend zu beobachten, wie die Initiative die Region Frankfurt RheinMain weiter prägen wird. Die Kombination aus Kreativität, Nachhaltigkeit und einem starken Gemeinschaftsgefühl hat das Potenzial, die Region nicht nur als Design-Destination zu etablieren, sondern auch als Vorreiter für innovative Lösungen in der Stadtentwicklung. Und wer weiß, vielleicht wird die nächste Ausgabe der Open Design Week noch mehr Menschen in ihren Bann ziehen!

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