Heute ist der 4. Mai 2026, und es gibt Neuigkeiten, die vor allem Pferdehalter im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufhorchen lassen sollten. In der Gemeinde Modautal wurde ein Fall des Equinen Herpesvirus (EHV) bei einem Pferd bestätigt. Dieses Virus ist nicht nur unangenehm, sondern auch hochansteckend. Erst Mitte April wurde ein ähnlicher Fall in Dreieich, im Kreis Offenbach, bekannt. Die Ansteckungsgefahr ist hoch, da sich das Virus sowohl durch direkten Kontakt zwischen den Tieren als auch indirekt über Menschen und kontaminierte Gegenstände verbreiten kann.

Pferdehalter aufgepasst! Hygienemaßnahmen sind jetzt das A und O. Es wird empfohlen, den Kontakt zwischen den Pferden zu reduzieren und nach dem Umgang mit ihnen gründlich die Hände zu reinigen, die Kleidung zu wechseln und genutzte Gegenstände zu desinfizieren. Dabei ist es wichtig zu wissen: Menschen können das Virus nicht direkt übertragen, aber sie können es über ihre Hände, Kleidung oder Ausrüstung weitertragen. Wenn man also nach einem Besuch im Stall nach Hause kommt, könnte man, ohne es zu merken, das Virus mitbringen. Ein bisschen wie ein unsichtbarer Mitbewohner, der nicht eingeladen wurde!

Symptome und Diagnosen

Die Symptome des EHV können ganz unterschiedlich ausfallen. Fieber, Abgeschlagenheit und Atemwegsprobleme wie Nasenausfluss oder Husten sind häufige Anzeichen. In schlimmeren Fällen können neurologische Auffälligkeiten auftreten – denkt an Koordinationsstörungen oder sogar Lähmungserscheinungen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte man nicht zögern und umgehend einen Tierarzt kontaktieren. Schließlich können die Symptome je nach Virustyp variieren: EHV-1 führt häufig zu neurologischen Störungen und Fehlgeburten bei tragenden Stuten, während EHV-4 hauptsächlich Atemwegserkrankungen verursacht.

Diagnosen erfolgen durch verschiedene Tests wie PCR-Tests oder Blutuntersuchungen. Das Virus kann bei infizierten Pferden mehrere Wochen bis Monate nach dem Ausbruch im Körper verbleiben, was Quarantänemaßnahmen unabdingbar macht. Die Isolation betroffener Tiere ist entscheidend, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch die Quarantänedauer hängt stark vom Schweregrad der Symptome ab.

Impfung und Vorbeugung

Obwohl es in Deutschland keine gesetzliche Impfpflicht gegen EHV gibt, empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) dringend, Pferde zu impfen. Die Impfung kann die Virusausscheidung reduzieren und die Symptome mildern, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz. Um die Pferde bestmöglich zu schützen, sollten die Impfintervalle von der Grundimmunisierung bis zur Auffrischung alle sechs Monate eingehalten werden. Der ungefähre Kostenrahmen für die Impfungen liegt bei 100 bis 120 Euro jährlich – eine Investition in die Gesundheit der Vierbeiner!

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Wusstet ihr, dass viele Pferde Herpesviren in sich tragen, ohne jemals Symptome zu zeigen? Das ist wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit losgehen kann. In Deutschland sind EHV-1 und EHV-4 die häufigsten Typen, die diagnostiziert werden. Es gibt insgesamt fünf Typen, von denen jeder unterschiedliche Beschwerden verursachen kann. Die Inkubationszeit für das Virus liegt zwischen zwei und zehn Tagen, und die Ansteckungsgefahr hängt von der Virenlast ab. Das macht es umso wichtiger, stets wachsam zu sein und die Gesundheit der Tiere im Auge zu behalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass präventive Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung, Stressvermeidung, und regelmäßige Impfungen entscheidend sind, um die Pferde fit und gesund zu halten. Und bei Turnieren heißt es ganz besonders: Hygiene ist das A und O! Kein Zutritt zu Stallungen, Leinenzwang für Hunde und regelmäßige Reinigungen sind hier ein Muss. Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte sich regelmäßig über die neuesten Entwicklungen informieren – denn bei EHV gilt: besser vorsorgen als nachsorgen!