Heute ist der 15.05.2026 und in Hamburg, der Heimatstadt von Alexander Zverev, bricht eine Welle der Enttäuschung über die Tennisfans herein. Der talentierte Spieler hat seine Teilnahme am Heimturnier abgesagt – und das aus einem wirklich schmerzhaften Grund: Rückenprobleme. Diese plagen ihn schon seit geraumer Zeit und haben ihn während der gesamten Sandplatzsaison begleitet. Zverev hatte zwar ursprünglich zugesagt, meldete jedoch am Freitag, dass er sich zurückziehen muss. Das ist besonders bitter für ihn, da Hamburg nicht nur ein Turnierort ist, sondern auch sein Zuhause.
Die Rückenprobleme sind nicht einfach ein kleines Wehwehchen. Sein Ärzteteam hat ihm geraten, eine Wettkampfpause einzulegen, um sich zu erholen. In der Vergangenheit hat Zverev oft angeschlagen in Hamburg gespielt – man erinnere sich an die letzte Ausgabe, als er im Achtelfinale gegen den Franzosen Alexandre Müller verlor. Zverev selbst hatte in einem Interview geäußert, dass er sich „zwei Punkte vom Sieg“ entfernt fühlte. Doch an diesem Punkt schien einfach alles gegen ihn zu laufen.
Ein verletzter Kämpfer
Um das Bild abzurunden, hat Zverev kürzlich in Rom eine weitere Niederlage hinnehmen müssen, und zwar gegen Luciano Darderi. Nach diesem Match sprach er offen über seine Fitnessbedenken. Ein weiterer Grund, warum er jetzt auf die French Open, die am 24. Mai beginnen, fokussieren möchte. Er plant, sich auszuruhen und bis dahin wieder fit zu werden. Die Erinnerungen an die letzten Auftritte sind gemischt: Zverev hatte im Vorjahr eine finale Teilnahme bei den French Open, während er 2024 besser vorbereitet war, nachdem er das italienische Pendant gewonnen hatte.
Seine letzten Ergebnisse waren durchwachsen. Nach dem verlorenen Finale bei den Australian Open im Januar ist Zverev nur noch einmal bis ins Halbfinale eines ATP 500 Turniers in München gekommen, wo er immerhin den Titel mit nach Hause nehmen konnte. Die Latin America Swing verlief enttäuschend, und die frühen Ausgänge in den Masters 1000 in Indian Wells und Monte Carlo ließen keine Hoffnung auf Besserung aufkommen. In Madrid schied er im vierten und in Rom im Viertelfinale aus. Die Liste der Rückschläge ist lang und die Frage, ob er auf dem Weg zur Genesung ist, bleibt offen.
Ein neuer Spieler in Hamburg
Ein Lichtblick für die Veranstalter des Turniers in Hamburg: Alex de Minaur wird dieses Jahr zum ersten Mal teilnehmen. Während die Zuschauer auf die Rückkehr von Zverev hoffen, könnte der Australier für frischen Wind sorgen und spannende Matches versprechen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Zverev entwickeln wird und ob er sich rechtzeitig für die French Open fit genug fühlen kann. Die Tenniswelt schaut gespannt auf die kommenden Tage. Vielleicht wird der Hamburger Held bald wieder auf dem Platz stehen, aber bis dahin heißt es für Zverev: erst einmal durchatmen und heilen.