Heute ist der 26.05.2026, und in Bremen gibt es Neuigkeiten, die sowohl Pendler als auch Gelegenheitsfahrer erfreuen dürften. Der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN), der sich aus einer bunten Mischung von 31 kommunalen und privatwirtschaftlichen Verkehrsunternehmen zusammensetzt, darunter auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG), hat kürzlich einige interessante Entwicklungen bekannt gegeben. Im Jahr 2025 nutzten rund 187,1 Millionen Fahrgäste das Angebot des VBN, was zwar einen Rückgang von knapp 300.000 im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, aber dennoch Grund zur Hoffnung gibt.
Wesentlich dazu beigetragen haben die Einnahmen des VBN, die trotz der gesunkenen Fahrgastzahlen auf 184,2 Millionen Euro gestiegen sind – ein Anstieg von fast 16 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund? Das Deutschlandticket, das im Mai 2023 eingeführt wurde und durchschnittlich etwa 167.000 Menschen in Bremen und Niedersachsen pro Monat anlockte. Das Ticket, das eine Monatskarte für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bundesweit darstellt, hat sich zum echten Hit entwickelt. Im ersten Jahr war der Einführungspreis von 49 Euro einfach unschlagbar.
Deutschlandticket – Ein großer Schritt für die Mobilitätswende
Mit dem Deutschlandticket möchte man den Umstieg vom Individualverkehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel fördern. Die Möglichkeit, das Ticket digital, als Chipkarte oder in Papierform zu erwerben, sorgt für Flexibilität. Gültig vom ersten bis zum letzten Tag des Kalendermonats, kann es bis zum 10. eines Monats zum Monatsende gekündigt werden – ein echter Pluspunkt für spontane Menschen. Kinder unter 6 Jahren fahren sogar kostenlos, was Eltern sicherlich erfreut! Einzig die Fahrradmitnahme ist nicht im D-Ticket enthalten – dafür muss man eine separate Tageskarte lösen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Anzahl der Abonnenten des Deutschlandtickets um etwa 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Das ist ein positives Zeichen, besonders angesichts der Tatsache, dass der Ticketpreis ab 2027 an einen Inflationsfaktor gekoppelt wird. Das bedeutet, dass die Kosten in naher Zukunft politisch zwischen Bund und Ländern festgelegt werden. Die Verkehrsunternehmen selbst haben darauf keinen Einfluss. Dennoch bleibt das Deutschlandticket bis Ende 2030 gesichert und soll im Fokus des VBN stehen, der plant, sein Ticketangebot zu vereinfachen – weniger Bürokratie, mehr Fahrspaß!
ÖPNV – Ein unverzichtbarer Bestandteil der Mobilität
Die Rolle des ÖPNV wird immer wichtiger, besonders in Zeiten, in denen wir alle ein wenig umweltbewusster werden wollen. Der VDV berichtet, dass seit 2022 die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr wieder ansteigen, nachdem sie durch die Corona-Pandemie stark gesunken waren. Aktuell befördern VDV-Unternehmen täglich etwa 27 Millionen Fahrgäste mit Bus und Bahn. Das entspricht 18 Millionen weniger Autofahrten! Auch die Einsparungen von 11 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen sind nicht zu vernachlässigen.
Im Jahr 2024 beförderten die Mitgliedsunternehmen im Schienengüterverkehr stolze 270 Millionen Tonnen Güter. Das sind ganze 46.000 voll beladene Lkw weniger auf den Straßen! Und wenn wir uns die Zahlen anschauen, wird ersichtlich, wie wichtig diese Form der Mobilität ist: In 2024 nutzten rund 9,84 Milliarden Fahrgäste den ÖPNV – ein klarer Beweis dafür, dass öffentliche Verkehrsmittel nicht nur praktisch, sondern auch notwendig sind.
Die Zukunft des ÖPNV sieht positiv aus. Die Bundesregierung stellt jährlich 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket zur Verfügung, und Niedersachsen erhält allein 120 Millionen Euro. Das zeigt, wie sehr sich die Politik für eine langfristige Verbesserung des ÖPNV einsetzt. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die Mobilität in Bremen und Niedersachsen weiterentwickeln wird. Vielleicht ist der Umstieg auf Bus und Bahn ja auch für dich eine Überlegung wert!