Heute ist der 9.06.2026 und in Bremen dreht sich alles um die kleinen, frechen Chihuahuas. Momentan überquellen die Tierheime hierzulande förmlich mit diesen mutigen Geschöpfen. Das Bremer Tierheim hat aktuell mit einer Überbelegung zu kämpfen, denn rund 20 dieser kleinen Hunde fanden den Weg zu ihnen. Was genau hinter dem plötzlichen Anstieg an ausgesetzten Chihuahuas steckt, bleibt ein Rätsel. Spekulationen über Vermehrer, die ihre Tiere einfach aussetzen, machen die Runde. Sarah Ross vom Tierheim in Brinkum äußert sich besorgt über die oft katastrophalen Bedingungen, unter denen diese Hunde gehalten werden. Es ist nicht nachvollziehbar, warum gesunde Tiere, die teilweise sogar gechippt und damit identifizierbar sind, einfach wie alte Möbel entsorgt werden.
Einige der Chihuahuas, die in Brinkum gelandet sind, haben bereits ihre neue Familie gefunden. Doch die Tierheime sind in Alarmbereitschaft, denn es wird erwartet, dass noch mehr von diesen kleinen Gefährten auftauchen werden. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Vorbesitzer endlich verstehen, dass Chihuahuas keine Spielzeuge sind, sondern lebendige Wesen mit Bedürfnissen und Charakter.
Chihuahuas: Mehr als nur ein Kuschelhund
Die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren, kann wirklich das Leben verändern! Diese kleinen Hunde wiegen nur zwischen 1 und 3 Kilogramm und haben eine Schulterhöhe von 18 bis 23 cm. Ursprünglich aus Mexiko stammend, sind Chihuahuas nicht nur süß, sondern auch mutig und treu. Doch viele von ihnen landen im Tierheim – oft wegen falscher Erwartungen der Vorbesitzer. Das Bild, das man von ihnen hat, ist häufig das eines Kuscheltiers, dabei sind sie selbstbewusst und benötigen eine gute Erziehung.
Ein häufiges Problem ist die falsche Familienkonstellation. Chihuahuas vertragen sich nicht immer gut mit kleinen Kindern und können in einem hektischen Haushalt überfordert sein. Komischerweise sind sie oft so mutig, dass sie sogar großen Hunden die Stirn bieten, was nicht immer gut ausgeht. Außerdem haben sie eine starke Bindung zu ihrer Bezugsperson und können eifersüchtig reagieren, wenn sich etwas verändert. Wer einen Chihuahua adoptieren möchte, sollte sich diesen Charakter bewusst machen.
Pflege und Eingewöhnung
Der Pflegeaufwand für einen Chihuahua ist relativ gering, allerdings benötigt er viel emotionale Zuwendung. Sie haben eine Lebenserwartung von 14 bis 17 Jahren – das ist eine lange Zeit, die man sich gut überlegen sollte. Ein Welpe vom Züchter kostet zwischen 1.000 und 2.500 EUR, während die Schutzgebühr für eine Adoption zwischen 300 und 450 EUR liegt. Diese Gebühr deckt die tierärztlichen Kosten und unterstützt das Tierheim, was doppelt gut ist.
Bei einem Besuch im Tierheim kann der Hund zunächst skeptisch oder bellend reagieren, was ganz normal ist. Es ist wichtig, ihm Sicherheit zu bieten – einen ruhigen Rückzugsort einzurichten, ist dabei essenziell. Die Eingewöhnung sollte schrittweise erfolgen, und man sollte dem Hund die Zeit geben, die er braucht, um Vertrauen zu fassen. Auch während der Spaziergänge sollte man auf die Sicherheit achten, um ihn vor großen Hunden zu schützen. Klare Regeln und liebevolle Konsequenz sind wichtig, um ihm zu zeigen, was erlaubt ist und was nicht.
Chihuahuas sind wahre Stadthunde und können sich gut an das Leben in der Stadt anpassen. Es braucht nur ein wenig Geduld, um sie langsam an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Es ist ein Abenteuer, das sich lohnt!