Am 15. Mai 2026 kehrte das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ nach 183 Tagen in die Heimat, genauer gesagt nach Bremerhaven, zurück. Die Expedition, die in der Antarktis stattfand, war nicht nur lang, sondern auch äußerst ertragreich. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern haben dabei neues Wissen über den Rückgang des Meereises gewonnen – ein Thema, das in Zeiten globaler Klimaveränderungen von höchster Bedeutung ist. Und das Beste? Während dieser Reise wurde sogar eine bislang unentdeckte Insel entdeckt! Wer hätte gedacht, dass es noch so viel Unbekanntes auf dieser Erde gibt?
Die „Polarstern“ hat in ihren mehr als 150 Expeditionen bereits fast zwei Millionen Seemeilen zurückgelegt. Das Forschungsschiff, das 1982 in Dienst gestellt wurde, wird vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung betrieben und ist, wie Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) es treffend formulierte, das bedeutendste Schiff der deutschen Forschungsschiffflotte. Vor der Ankunft in Bremerhaven hatte Bär die Ehre, in Amsterdam an Bord zu gehen und gleich eine spannende Ankündigung zu machen: Ab 2030 wird die „Polarstern II“ das Erbe der „Polarstern“ antreten, die gerade in Wismar gebaut wird. Man darf gespannt sein, was das neue Schiff alles leisten wird!
Die Expedition im Detail
In der Antarktis selbst war das Team mit der Untersuchung der Veränderungen der Artenvielfalt und den Funktionen des Ökosystems im östlichen Weddellmeer beschäftigt – einem echten Hotspot der Biodiversität. Dabei wurde auch die Dicke des Meereises entlang von 4.400 Kilometern erfasst. Interestingly, die Dicke des Eises bleibt stabil zwischen 1,5 und 2 Metern, während die Schneedecke abnimmt. Ein bisschen paradox, oder? Aber das ist der Stand der Dinge. Meereis ist ein wichtiger Schutz für die Ozeane, und dessen Rückgang führt zu höheren Wassertemperaturen. Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Auf dem Weg zurück nach Bremerhaven brachte die „Polarstern“ nicht nur Eis und Wasser mit, sondern auch biologische Proben und lebende Fische aus dem Südpolarmeer. Das klingt fast wie der Fang des Tages! Die Bedingungen an Bord sind rustikal – mit Laboren in Containern und schwankendem Internet – aber die Unterkünfte sind komfortabel, mit Betten, Sitzecken und kleinen Badezimmern. Die 44 Besatzungsmitglieder und bis zu 55 Forschende haben also einen Ort, an dem sie nach langen Arbeitstagen auch mal die Füße hochlegen können.
Ein Blick in die Zukunft
Die „Polarstern II“ wird noch mehr bieten – mit 13 Laboren und sogar einem kabelgeführten, ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug für Tiefen bis zu 6000 Metern. Das sind beeindruckende technische Fortschritte, die der Forschung neue Türen öffnen werden! Und während die Forschung in den Polarregionen voranschreitet, ist es nicht zu übersehen, dass Deutschland sich aktiv für den Meeresschutz im Weddellmeer einsetzt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das schwindende Meereis in der Arktis führt zu einem internationalen Wettbewerb um Rohstoffe, Fischerei und neue Schifffahrtsrouten.
Das Bundesforschungsministerium hat die Forschung in der Arktis und Antarktis seit Jahren gezielt unterstützt. Dazu gehört auch die Ausbildung westafrikanischer Meeres- und Klimaexperten, um den globalen Herausforderungen besser begegnen zu können. Die letzte Antarktis-Expedition der „Polarstern“ war also mehr als nur eine Forschungsreise; sie war auch Teil eines größeren Puzzles, das wir alle zusammensetzen müssen, um die Zukunft unseres Planeten zu sichern.