In der pulsierenden Stadt Bremen tut sich etwas – und zwar ganz wunderbar für alle, die es lieben, mal solo essen zu gehen. Eine Umfrage der Reservierungsplattform Open Table hat ergeben, dass die Zahl der Einzelgäste im Jahr 2024 um beeindruckende 18 Prozent gestiegen ist. Das zeigt, dass das Alleinessen nicht nur ein Trend ist, sondern mehr und mehr in der Gesellschaft akzeptiert wird. Besonders häufig findet man in den Restaurants der Hansestadt Geschäftsreisende und Singles, die sich eine Auszeit vom hektischen Alltag gönnen.

Was kostet der Spaß? Einzelgäste zahlen im Schnitt 54 Euro pro Besuch. Das ist ein ganz schöner Sprung von 72 Prozent im Vergleich zu anderen Gästen. Aber hey, man gönnt sich ja sonst nichts! Die Hauptschwierigkeit, die viele Alleinesser berichten, ist die Suche nach einem passenden Tisch. Das hat eine Verbraucherstudie von Open Table und Kayak ergeben. Laut Detlef Pauls, dem Vorsitzenden der Hotel- und Gaststättenvereinigung Dehoga Bremen, sind viele Einzelgäste in Hotelrestaurants zu finden – wahrscheinlich eine bequeme Option für Reisende, die schnell etwas essen wollen.

Die Kunst des Solo Dining

Das Alleinessen kann anfangs ein wenig einschüchternd wirken, fast wie allein Autofahren – so beschreibt es auch der Guide Michelin. Aber, und das ist das Schöne daran, es kann auch befreiend sein! Nicola Easterby, eine bekannte Travel- und Foodbloggerin, hebt hervor, dass es mittlerweile gesellschaftlich akzeptierter geworden ist, allein zu speisen. Immer mehr Restaurants reagieren auf diesen Trend und bieten spezielle Optionen für Alleinreisende an, wie beispielsweise Sitzplätze an der Theke oder sogar geteilte Tische. Das fördert nicht nur das Miteinander, sondern macht es auch einfacher, einen Platz zu finden.

Cornelia Poletto, eine Spitzenköchin aus Hamburg, hat in ihrem Restaurant Einzelplätze mit Fenstern eingerichtet, um eine einladende Atmosphäre für ihre Gäste zu schaffen. Ihr Team ist geschult, um Einzelgästen beratend zur Seite zu stehen und das Eis zu brechen. Das ist eine tolle Idee, denn oft ist es einfach die Hemmschwelle, die uns davon abhält, alleine essen zu gehen. Außerdem werden kleinere Portionen und Weine im Glas angeboten, was das Essen für Alleinreisende noch angenehmer macht.

Tipps für ein gelungenes Solo-Dining-Erlebnis

Wenn du also das nächste Mal alleine essen gehst, hier ein paar Tipps: Nimm dir ein Buch mit, sprich mit dem Kellner und informiere dich über die Speisekarte, bevor du bestellst. Und ja, bestelle keine riesigen Portionen – das macht das Ganze nur komplizierter. Reservierungen sind auch für Einzelgäste ratsam, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Manchmal sind die Tische in Restaurants nur für mehrere Personen reserviert, was die Auswahl für Alleinreisende einschränken kann.

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Ein ganz besonderes Konzept, das in einigen Restaurants immer mehr Anklang findet, ist der Mischtisch. Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fördert dieses Konzept, bei dem Einzelpersonen an einem Tisch zusammengebracht werden, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Über 100 Betriebe nehmen daran teil, und es wird sogar in Sachsen erfolgreich umgesetzt, um Vereinsamung bei älteren Menschen entgegenzuwirken.

Insgesamt zeigt sich, dass das Solo Dining in Bremen und darüber hinaus auf dem Vormarsch ist. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun und die eigene Gesellschaft zu genießen. Wer weiß, vielleicht entdeckst du ja dein neues Lieblingsrestaurant bei deinem nächsten Alleinessen!