Heute ist der 19.06.2026 und im Oberland brennt die Vorfreude auf die bevorstehenden Johannisfeuer. Am Wochenende wird der längste Tag des Jahres sowie der kalendarische Sommeranfang mit einem Feuerwerk aus Tradition und Geselligkeit gefeiert. In vielen Orten des Oberlandes, wie Bernried, Polling und Bad Tölz, wird es abends hell erleuchtet sein, wenn die Flammen emporsteigen. Aber Moment mal – die aktuelle Trockenheit bringt leider auch eine erhöhte Waldbrandgefahr mit sich. Helmut Stork vom Landratsamt Weilheim-Schongau hat dazu einige wichtige Sicherheitsvorkehrungen im Gepäck.

Ein Mindestabstand von 100 Metern zur nächsten Waldfläche sollte unbedingt eingehalten werden. Außerhalb der Gefahrenzone, versteht sich! Hier gilt es auch, die Höhe der Feuer auf maximal fünf Meter zu begrenzen – schließlich will man ja nicht, dass das Feuer über die Stränge schlägt. Und Zigarettenkippen? Die gehören nicht einfach achtlos weggeworfen, um die Brandgefahr zu minimieren. Kleiner Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Holzhaufen erst kurz vor dem Abbrennen aufschichten. Das schützt unsere kleinen tierischen Freunde wie Igel, Kröten und Eidechsen, die sich in den aufgeschichteten Haufen gerne einmal ein gemütliches Nest einrichten.

Johannifeuer im Oberland

Hier ein Überblick der Johannisfeuer, die an diesem Wochenende im Oberland gefeiert werden:

  • Freitag, 19. Juni:
    • Bernried: Ab 17 Uhr beim Binselberg
    • Polling: Ab 19 Uhr am Jakobifeldweg
    • Bad Bayersoien: Ab 19 Uhr
  • Samstag, 20. Juni:
    • Bad Tölz: Ab 18 Uhr beim Golfclub Isarwinkel
    • Geretsried: Auf der Böhmwiese, ab 16 Uhr Kaffee und Kuchen, abends Grillen und Barbetrieb, Feuerentzündung bei Einbruch der Dunkelheit
    • Egling: Ab 19 Uhr auf der Wiese gegenüber vom Netto
    • Münsing: Ab 18 Uhr auf dem Kammerlohberg
    • Rottenbuch: Ab 19:30 Uhr am Richterbichl oberhalb des Campingplatzes
    • Iffeldorf: Ab 19 Uhr am Gemeindestadel
    • Wildsteig: Altenstadt Kochelsee, Ausweichtermin: 27. Juni 2026
    • Talkessel Ehrwald: Dienstag, 23. Juni
    • Grainau, Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Karwendel und Wettersteingebirge.

Ein weiterer Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte: Die Johannisfeuer sind nicht nur ein fröhliches Spektakel, sondern auch eine Tradition, die mit Verantwortung einhergeht. Das Landratsamt Bamberg hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass bei der Vorbereitung dieser Feuerrituale einige Vorschriften beachtet werden müssen. So dürfen die Feuer nicht zur Entsorgung von Abfällen genutzt werden – nur unbehandeltes Holz ist erlaubt. Farben, Lacke, Kunststoffe oder gar alte Reifen haben am Johannisfeuer nichts zu suchen. Ein Verstoß kann schnell als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, und Bußgelder sind nicht ausgeschlossen. Das wäre ja das letzte, was man bei einem Fest, das die Freude und das Miteinander feiert, gebrauchen kann!

Die Rücksichtnahme auf unsere tierischen Mitbewohner ist ebenfalls von großer Bedeutung. Reisig- und Holzhaufen bieten nicht nur uns Menschen einen Grund zum Feiern, sondern sind auch Rückzugsorte für Tiere wie Igel und Mäuse. Länger gelagertes Holz sollte daher vor dem Anzünden umgeschichtet werden, damit die kleinen Tierchen die Chance haben, sich in Sicherheit zu bringen. Schließlich sind die Johannisfeuer ein Teil des gesellschaftlichen Lebens, organisiert von Vereinen, Feuerwehren und Dorfgemeinschaften. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit den gesetzlichen Vorgaben ist für den Erhalt dieser schönen Tradition unerlässlich!

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Wer noch mehr Informationen zu den Vorschriften und praktischen Hinweisen sucht, kann sich den kostenlosen Flyer „Johannisfeuer – Zwischen Tradition und Recht“ schnappen. Damit steht dem feierlichen Abend nichts mehr im Wege. Also, Feuer frei und viel Spaß beim Feiern!

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