Heute ist der 25.05.2026 und während die meisten von uns in Unterallgäu ihr Wochenende genießen, gibt es in Holzgünz, einem kleinen Ort in Bayern, ein kleines Problem mit der Stromversorgung. Hier sind, ganz unerwartet, Störungen aufgetreten, die die ruhige Nachmittagsroutine mancher Haushalte durcheinanderbringen. Techniker von der LEW Verteilnetz GmbH haben Handlungsbedarf festgestellt – ein Hinweis darauf, dass nicht alles nach Plan läuft. Die gute Nachricht? Solche temporären Stromausfälle sind in der Region nicht die Regel, sondern eher eine Ausnahme, und das Durchschnittsleben der Deutschen wird schließlich von einer fast durchgängigen Stromversorgung geprägt.
Im Schnitt haben deutsche Haushalte lediglich mit ein paar Minuten Stromausfall pro Jahr zu kämpfen. Das lässt uns schätzen, wie wichtig eine zuverlässige Energieversorgung ist. In Holzgünz hingegen haben die Bürger nun die Möglichkeit, sich mit einer anderen Realität auseinanderzusetzen: Was tun, wenn das Licht plötzlich ausbleibt? Zunächst einmal sollte man prüfen, ob das Problem nicht vielleicht nur in der eigenen Wohnung liegt. Wenn sich die Dunkelheit als hartnäckig herausstellt, sollten die Notrufnummern von Polizei oder Feuerwehr bereitliegen. Und für die, die das Ganze etwas ordentlicher angehen möchten, gibt es die Störungsmeldeseite des Stromnetzbetreibers – einfach aufrufen und den Vorfall melden.
Die Rolle von LEW in der Region
Die Lechwerke (LEW) sind nicht nur irgendein regionales Energieunternehmen im Südwesten Bayerns, sondern sie sind die treibende Kraft hinter der Stromversorgung in dieser Region. Sie versorgen Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Kommunen mit Strom und bieten ein breit gefächertes Angebot an Energielösungen an. Die Tochtergesellschaft, LEW Verteilnetz (LVN), ist für das Stromverteilnetz verantwortlich, das über 9.000 Kilometer lang ist! Ja, das ist mehr als genug Kabel, um die Region mit Energie zu versorgen.
Aber das ist noch nicht alles! LEW ist auch ein Vorreiter in der grünen Energieerzeugung. Mit 36 Wasserkraftwerken und eigenen Photovoltaikanlagen auf Freiflächen und Gebäuden sorgt das Unternehmen dafür, dass wir auch in Zukunft umweltfreundlich mit Strom versorgt werden. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, ist das eine wirklich ermutigende Entwicklung.
Die Bedeutung von Stromausfällen
Die Frage, wie oft und wie lange es zu Stromausfällen kommt, wird von verschiedenen Indizes gemessen. Ein wichtiger Indikator ist der SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung pro angeschlossenem Verbraucher innerhalb eines Jahres erfasst. Bei uns in Deutschland sind diese Werte meist erfreulich niedrig, was zeigt, dass unsere Infrastruktur insgesamt stabil ist. Und dennoch, wie wir heute sehen, sind unvorhergesehene Unterbrechungen durch atmosphärische Einflüsse oder andere unvorhersehbare Ereignisse immer möglich.
Am Ende des Tages ist es beruhigend zu wissen, dass die Daten zu Versorgungsunterbrechungen gewissenhaft erfasst und an die Bundesnetzagentur übermittelt werden. Dadurch wird auch gewährleistet, dass die Netzbetreiber ständig an der Verbesserung ihrer Dienstleistungen arbeiten. Ein bisschen Licht am Ende des Tunnels, könnte man sagen, auch wenn das Licht heute in Holzgünz mal kurz ausblieb.