In einer Zeit, in der Umstrukturierungen in der Unternehmenslandschaft beinahe zur Tagesordnung gehören, gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Unterallgäu. Die renommierte Firma Wanzl hat einen bedeutenden Schritt gewagt, um ihre Struktur neu zu gestalten. Mit einer Einigung zur Umstrukturierung des Unternehmens wird nun eine positive Wende eingeläutet. Was bedeutet das konkret? An den Produktionsstandorten in Leipheim und Kirchheim sollen weniger Stellen gestrichen werden, als zunächst befürchtet. Ein Lichtblick für die Belegschaft!

Doch das ist noch nicht alles. Wanzl hat beschlossen, seinen Produktbereich für Lösungen im Nicht-Einzelhandel abzuspalten und an zwei langjährige Manager zu verkaufen. Diese neue Firma hört auf den Namen Axovend und hat ihren Sitz in Loppenhausen. Seit Mai wird Axovend von den Managern Ralf Aubele und einem Geschäftspartner geleitet. Das Unternehmen fokussiert sich auf Zutrittslösungen und Bezahlterminals – denken Sie an Drehkreuze und Schleusen. Wanzl hingegen möchte sich künftig verstärkt auf das Kerngeschäft konzentrieren, insbesondere die Fertigung von Einkaufswagen.

Ein neues Kapitel für Axovend

Die Gespräche über den Verkauf der Non-Retail-Sparte begannen bereits im Spätherbst des Vorjahres. Der gesamte Geschäftsbereich wurde am 1. Mai in die Axovend GmbH überführt. Ralf Aubele, der Co-Geschäftsführer von Axovend, blickt auf 26 Jahre Erfahrung bei Wanzl zurück. Der Verkauf wird als „Management-Buy-Out“ bezeichnet, was bedeutet, dass die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen übernehmen. Ein mutiger Schritt, der nicht nur Axovend, sondern auch den Mitarbeitern neue Perspektiven eröffnet.

Neun Mitarbeiter von Wanzl, darunter Thomas Lutzenberger und Tobias Straub, haben den Sprung zu Axovend gewagt. Mit einem kleinen Team, das wie ein Start-up agiert, wird der Fokus auf kurze Wege und persönlichen Kundenkontakt gelegt. Die Standorte sind klar verteilt: Während die Vertriebs- und kaufmännischen Aufgaben in Leipheim angesiedelt sind, finden die technischen Arbeiten in Loppenhausen statt. Aktuell bezieht Axovend 80 bis 95 Prozent der Produkte von Wanzl und übernimmt vor allem den finalen „Finish“. Ein gewagtes, aber durchdachtes Konzept!

Wachstum und Innovation

Um die Fertigung zu erweitern, wird in Loppenhausen eine zweite Montage- und Fertigungshalle gebaut. Axovend hat ehrgeizige Pläne: Ein jährliches Wachstum von fünf Prozent wird angestrebt, und auch die Mitarbeiterzahl soll erhöht werden. Das Unternehmen plant, ein stabiles Wartungsnetz mit Servicestützpunkten in Deutschland aufzubauen. Das klingt nach einer soliden Grundlage für die Zukunft!

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Bernhard Kugel, Vorstand der S-UBG Aachen, verdeutlicht den aktuellen Trend von Management-Buy-outs, insbesondere unter jungen Unternehmern. „Entrepreneurship through Acquisition“ gewinnt zunehmend an Bedeutung. Immer mehr junge Unternehmer interessieren sich für die Übernahme bestehender Unternehmen, anstatt selbst neue Start-ups zu gründen. Das ist nicht nur spannend für die Wirtschaft, sondern zeigt auch, dass es viele Chancen für Nachfolger gibt, die oft über Banken oder M&A-Berater an solche Gelegenheiten gelangen.

Insgesamt zeigt der Fall von Axovend, wie dynamisch und vielseitig die Unternehmenslandschaft im Unterallgäu ist. Mit frischem Wind, innovativen Ideen und einem starken Team ist der Weg geebnet für eine erfolgreiche Zukunft. Die Region kann sich auf spannende Entwicklungen freuen!