Die Elektro-Innung Traunstein hat kürzlich ihre Jahreshauptversammlung im Bildungszentrum der Handwerkskammer abgehalten – und es war mehr als nur ein Treffen. Obermeister Peter Müller und Geschäftsführer Alexander Rosenkranz von Spleisstec Netzwerke haben dabei eine spannende Diskussion über die Herausforderungen und Chancen der flächendeckenden Glasfaser-Versorgung für die Elektro-Betriebe angestoßen. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und einer Auslastung von nur zwei bis vier Wochen bleibt die Stimmung optimistisch. Ja, die Innung zählt stabil 160 Mitglieder und ist damit die größte Innung in der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land. Das ist schon mal ein Grund zur Freude!

Besonders bewegend war die Gedenkminute für den verstorbenen Joseph Gaßlbauer, Seniorchef einer Firma in Reischach. Ein Verlust, der die Gemeinschaft spürbar getroffen hat. Müller stellte fest, dass die wirtschaftliche Lage zwar herausfordernd ist und unter anderem durch einen langsamen Neubau und das schwache Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien belastet wird, doch das bayerische Elektrohandwerk zeigt sich stabil. Vor allem die Nachfrage in Bereichen wie Photovoltaik und Sanierungsmaßnahmen bringt frischen Wind in die Branche.

Auf dem Weg zur Energiewende

Inmitten der Herausforderungen hebt Müller die Schlüsselrolle des Handwerks bei der Energiewende und Digitalisierung hervor. Künstliche Intelligenz und innovative Technologien sind nicht mehr nur Zukunftsmusik, sie sind Teil des Alltags. Der stellvertretende Obermeister Ludwig Pfandl berichtete von steigenden Umsätzen bei Wärmepumpen und Klimaanlagen – ein klares Indiz dafür, dass die Branche sich anpasst und weiterentwickelt. Doch es gibt auch besorgniserregende Zahlen: Nur 51 Prozent der Elektrobetriebe in Bayern bilden aus, was für die Zukunft der Branche ein echtes Problem darstellt.

Die Innung hat fast 500 Lehrverträge und kann stolz auf 101 erfolgreich bestandene Gesellenprüfungen blicken. Das zeigt, dass sich die Anstrengungen im Ausbildungsbereich lohnen. Und um die jungen Talente noch besser zu fördern, findet die Berufsinformationsmesse (BIM) vom 29. September bis 1. Oktober statt. Hier können sich Interessierte über die vielfältigen Möglichkeiten informieren.

Fachkräftemangel und seine Folgen

Einen Schatten wirft allerdings der Fachkräftemangel auf die gesamte Branche. Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) prognostiziert bis 2030 einen Mangel von 560.000 Fachkräften im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das könnte die Energiewende in Deutschland erheblich gefährden. Unternehmen befürchten, dass die Transformation langsamer voranschreiten wird und die Ausbauziele nur teilweise erreicht werden können. Rund 250 Berufe sind für den Ausbau von Solar- und Windenergie sowie Wasserstoff relevant – und hier klafft eine große Lücke.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Aber nicht nur in den „grünen“ Branchen fehlt es an Fachkräften. Auch in der Logistik und Planung gibt es Engpässe. Komischerweise kann der Mangel an Lkw-Fahrern sogar den Aufbau von Windkraftanlagen verzögern. Eine echte Herausforderung, die nicht ignoriert werden kann. Die DIHK empfiehlt daher praxisnahe Berufsorientierung in Schulen und Zusatzqualifikationen zur dualen Ausbildung. Auch die Notwendigkeit, mehr weibliche und ältere Fachkräfte im Arbeitsmarkt zu halten, ist ein Thema, das dringend angepackt werden muss.

Die Zukunft im Elektrohandwerk

Das Elektrohandwerk gilt als Schlüsselbranche der Energiewende in Deutschland. Wichtige Geschäftsfelder wie Wärmepumpen, Photovoltaik, Batteriespeicher und Gebäudeautomation entwickeln sich zunehmend vom Nischenthema zum Standard. Auch die Verbraucherakzeptanz für Zukunftstechnologien wächst, beeinflusst durch die aktuellen Energiekrisen. Allerdings bringt die politische Unsicherheit und die sinkende Anzahl an Ausbildungsplätzen die Dynamik der Branche ins Stocken.

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) betont die Rolle der E-Handwerke in der Umsetzung des Transformationsprozesses. Die Branche hat das Potenzial, von der Digitalisierung und Elektrifizierung zu profitieren, doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Der Ausblick auf die Situation der Elektrohandwerke im Jahr 2026 ist ein spannendes Thema – und es bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird.

Eine starke Website muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal verstanden werden. Genau das haben wir mit der VeloCore-Umsetzung durch Daniel Wom erreicht: technisch sauber, semantisch stark und für Google & Co. hervorragend aufbereitet.