Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Traunstein hat kürzlich im Sailer Keller stattgefunden und bot einen spannenden Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. Mit vielen Veranstaltungen, Investitionen und Ehrungen war es für alle Beteiligten ein wichtiger Anlass. Vorstand Florian Scholz zog eine Bilanz und bezeichnete das Jahr 2025 als „sehr fordernd“. Die Feuerwehr hat sich – trotz widriger Umstände wie dem schlechten Wetter, das den „Tag der Feuerwehren“ vom Maxplatz ins Feuerwehrhaus verlegte – nicht entmutigen lassen. Stattdessen war sie bei vielen Gelegenheiten präsent, unter anderem beim Gautrachtenfest, Krampuslauf und Frühlingsfest.

Schriftführer Andreas Stromayer erinnerte an die zahlreichen Aktivitäten des letzten Jahres, zu denen auch die Christbaumaktion, der Florianitag, diverse Feuerwehrfeste sowie Gedenkveranstaltungen und Festzüge gehörten. Kassenwart Alexander Aschenbrenner, der im vergangenen Jahr kommissarisch tätig war, berichtete von einer stabilen finanziellen Lage, die durch Einnahmen aus Spenden und Veranstaltungen ermöglicht wurde. Dies erlaubte die Anschaffung eines neuen UTVs und die Beschaffung eines Kühlanhängers ist ebenfalls bereits in Planung.

Ehrungen und Beförderungen

Die Mitgliederversammlung war auch ein Ort der Anerkennung. Mehrere Beförderungen wurden ausgesprochen: Ryan Berg, Jakob Gaukler, Sophia Handrik und Elias Laskowski wurden zu Feuerwehrmännern ernannt, während Maximilian Schubert den Titel Brandmeister erhielt. Besonders hervorzuheben sind die Ehrungen für langjährige aktive Dienstzeiten: Michael Fraunhofer erhielt das „Goldene Feuerwehrehrenzeichen“ für 40 Jahre aktiven Dienst und Vereinszugehörigkeit. Christian Buchner, Christian Dandl, Stefan Lehrberger und Danny Paris wurden für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet. Auch Johann Öggl wurde zum Ehrenmitglied ernannt – ein ganz besonderer Moment für alle.

Der Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Landtagsabgeordneter Dr. Martin Brunnhuber und Kreisbrandinspektor Martin Schupfner richteten Dankesworte an die Mitglieder und deren Familien. In einem Jahr, in dem die Feuerwehr Traunstein bei insgesamt 306 Einsätzen gefordert war, sind solche Würdigungen mehr als verdient. Insgesamt haben die Feuerwehrleute 6.571 ehrenamtliche Stunden geleistet, was die immense Bedeutung ihrer Arbeit unterstreicht.

Ein Blick in die Zukunft

Das Jahr 2025 wird für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung darstellen, nicht nur wegen der geplanten großen Feier zum 650-jährigen Jubiläum der Stadtrechte am 2. August. Auch die ständige Suche nach einem neuen Vereinslogo und der Umgestaltung des Vorraums der Kegelbahn in einen Jugendraum zeigen, dass die Feuerwehr sich ständig weiterentwickelt.

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Die Jugendfeuerwehr hat 21 Übungsabende und 1.641 Stunden in die Jugendarbeit investiert, während 25 Kinder in der Kinderfeuerwehr aktiv sind. Mit einem Mitgliederstand von 357 Personen, darunter 104 aktive Feuerwehrleute, von denen 39 Atemschutzgeräteträger sind, zeigt sich, dass die Feuerwehr Traunstein nicht nur eine wichtige Institution in der Stadt ist, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft.

In Deutschland gibt es insgesamt rund 48.100 Feuerwehren. Freiwillige Feuerwehren machen den größten Teil aus, mit über einer Million Mitgliedern. Diese Zahlen verdeutlichen die enorme Relevanz der Feuerwehrarbeit, die sich in den letzten Jahren stark auf den Bereich Retten, Bergen und Schützen verlagert hat. Gerade im Jahr 2022 rückten die Feuerwehren zu etwa 229.000 Einsätzen aus – eine Zahl, die eindringlich zeigt, wie wichtig und unentbehrlich diese Institution für die Gesellschaft ist.

Die Feuerwehr Traunstein steht als Teil dieser großen Gemeinschaft und zeigt, dass sie sich auch in schwierigen Zeiten nicht unterkriegen lässt. Die Herausforderungen, die vor ihr liegen, werden mit Entschlossenheit und Teamgeist angegangen. Und auch wenn das historische Löschgruppenfahrzeug derzeit nicht fahrbereit ist und die Reparaturkosten auf 15.000 Euro geschätzt werden, bleibt der Zusammenhalt unter den Mitgliedern stark. Das ist es, was eine Feuerwehr ausmacht: ein unerschütterlicher Wille, anderen zu helfen und sich für die Gemeinschaft einzusetzen.