Stefan Mross: Vom Trompetenstar zum Campingplatz-Pionier
Wenn wir an die volkstümliche Musik denken, kommt uns unweigerlich der Name Stefan Mross in den Sinn. Dieser Mann ist schon seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil der Musikszene und hat sich mit seinem charmanten Auftreten und seinem Talent einen Namen gemacht. Geboren am 26. November 1975 in Traunstein, beschreibt er seinen Heimatort sogar als „Nabel der Welt“. Ein ganz schöner Anspruch, aber für Mross scheint das zu passen. Schon im zarten Alter von 14 Jahren tauchte er in die Musikbranche ein und entdeckte seine Leidenschaft für die Trompete. Da seine Familie sich keine eigene Trompete leisten konnte, lieh er sich eine für 15 Mark im Monat – ein Pioniergeist, der beeindruckt!
Mit 13 Jahren hatte er seinen ersten großen Auftritt, nachdem er von Moderator Karl Moik entdeckt wurde. Das war der Startschuss für eine beeindruckende Karriere. Sein erster großer Erfolg kam 1989, als er den Grand Prix der Volksmusik mit der „Heimwehmelodie“ gewann. Wer hätte gedacht, dass der kleine Junge aus Traunstein einmal so weit kommen würde? Mross hat sich nie auf seinen Lorbeeren ausgeruht. In den 90er-Jahren folgten weitere Erfolge, darunter der zweite Platz beim Grand Prix der Volksmusik 1994 mit „Heilige Berge“. Ein Aufstieg, der viele neidisch machen könnte.
Die schillernde Karriere eines Moderators
Seit 2005 ist Mross Moderator der ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“, eine Position, die ihm viele Fans eingebracht hat. Zunächst skeptisch, ob das der richtige Weg für ihn sei, hat er sich schnell in dieser Rolle etabliert. Seine Persönlichkeit bringt eine gewisse Leichtigkeit in die Sendung, die seit dem 31. Mai 2023 nun ihre letzte Saison läuft. Es ist ein bittersüßer Abschied für die treuen Zuschauer, die ihn über all die Jahre begleitet haben.
In seinem Privatleben war Mross ebenfalls kein Unbekannter. Von 1991 bis 2012 war er mit Stefanie Hertel liiert, mit der er eine Tochter hat, und war danach mit Susanne Schmidt und Anna-Carina Woitschack verheiratet. Seit 2023 ist er mit der Sängerin Eva Luginger zusammen, die nicht nur seine Partnerin, sondern auch sein Management unterstützt. Eine echte Power-Kombination!
Kontroversen und Herausforderungen
Doch wie in jeder Glitzerwelt gibt es auch Schattenseiten. Mross wurde mehrfach vorgeworfen, dass sein Trompetenspiel oft vom Band kommt. Ein Vorwurf, der nicht gerade schmeichelhaft ist. Im Jahr 2002 kam es gar zu einem Rechtsstreit, der als „Trompeterkrieg“ bekannt wurde. Dabei ging es um die Rechte an Einspielungen des verstorbenen Studiotrompeters Alexandre Malempré. Malempré behauptete, dass er in mehreren Stücken auf Mross’ CDs vor allem sich selbst hören könne, was Mross vehement bestritt. Die Sache nahm eine Wendung, als das Gutachten eines Produzenten Mross als „stümperhaften Trompeter“ bezeichnete. Das ist schon ein harter Brocken, nicht wahr?
Ehrlich gesagt, die Musikszene ist ein hartes Pflaster, und Mross fand sich in der unangenehmen Lage, vor Gericht seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach neun Jahren – ja, das ist eine lange Zeit – einigten sich die Parteien schließlich außergerichtlich. Man fragt sich, wie so ein Rechtsstreit das Leben eines Künstlers beeinflusst, der doch eigentlich für Freude und Emotionen stehen sollte.
Ein neuer Lebensabschnitt
Und was kommt als Nächstes für Stefan Mross? Er hat große Pläne! Im Chiemgau möchte er einen eigenen Campingplatz mit Gastronomie und Bühne eröffnen. Das klingt nach einer aufregenden Herausforderung! Mross bleibt damit seiner Heimat treu und wird sicherlich viele seiner Fans an diesem neuen Ort begrüßen. Man kann gespannt sein, wie sich dieses neue Kapitel in seinem Leben entfalten wird. Eines ist sicher: Der Nabel der Welt hat noch einiges zu bieten!
