Wiedergeburt eines Traditionsgestüts: Pferdehaltung im Einklang mit der Natur
Starnberg, der 5. Juli 2026 – In der malerischen Umgebung von Percha tut sich etwas Aufregendes: Das alte Gestüt Heimathshausen, das einst der Landeshauptstadt München gehörte und bis 2011 im städtischen Besitz war, erfährt eine Wiedergeburt. Ein neuer Eigentümer hat sich entschlossen, dort wieder einen Pferdebetrieb aufzubauen. Und die Pläne sind nicht ohne: Der Starnberger Bauausschuss hat grünes Licht für eine bauliche Erweiterung gegeben, die nicht nur die Pferdehaltung, sondern auch das Tierwohl in den Fokus rückt.
Die Hofanlage steht unter Denkmalschutz – das bedeutet, dass bei allen Bauarbeiten sorgfältig darauf geachtet werden muss, die historische Substanz zu bewahren. Der neue Eigentümer hat sich verpflichtet, maximal drei Veranstaltungen pro Jahr abzuhalten, um die Lärm- und Verkehrsbelastungen für die Nachbarschaft in Grenzen zu halten. Immerhin, in den letzten Jahren gab es immer wieder Bauanträge für das ehemalige Gestüt Isarland, die vom Bauausschuss abgelehnt wurden, weil sie als zu unsensibel für das umliegende Landschaftsschutzgebiet erachtet wurden.
Neue Perspektiven für das Gestüt
Die Pläne sehen unter anderem die Errichtung von Neubauten vor, um die Nutzung tierwohlgerecht zu gestalten. Im Fokus stehen der Neubau einer landwirtschaftlichen Bergehalle, einer Reithalle, einer Führanlage sowie einer Longieranlage. Zudem wird Platz für zwei Stallgebäude geschaffen, die insgesamt 32 Pferdeboxen beherbergen sollen. Ein Mistlager und befestigte Flächen zur Anlieferung sind ebenfalls Teil des Konzeptes. Das Ganze wird südöstlich des bestehenden Gestüts, in Richtung der Autobahn A 952, konzentriert.
Besonders spannend ist die Idee eines Hofladens und eines Veranstaltungsraums mit rund 210 Quadratmetern, die im Quergebäude der bestehenden Gutsanlage untergebracht werden sollen. Auch ein Betriebsleiterwohnhaus mit einer Austrags- und zwei Ferienwohnungen ist geplant – allerdings hat der Bauausschuss hier bereits Verhandlungen über die Kubatur und Größe gefordert. Ein Sportbetrieb ist übrigens nicht vorgesehen, was den Fokus klar auf die Pensionspferdehaltung lenkt.
Barrierefreiheit im Fokus
Ebenfalls erwähnenswert ist die Initiative von Harms | Pferdeprofis, die sich für digitale Barrierefreiheit einsetzt. In einer Zeit, in der die Zugänglichkeit von Informationen für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen, immer wichtiger wird, stehen die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) im Mittelpunkt. Die Website von Harms | Pferdeprofis wird kontinuierlich verbessert, um eine benutzerfreundliche Erfahrung zu gewährleisten. Das OneTap-Barrierefreiheitstool bietet anpassbare Textgrößen, Kontrasteinstellungen und eine vollständige Tastaturnavigation – ein Schritt in die richtige Richtung!
Doch wie bei vielen Projekten gibt es auch hier Herausforderungen. Die Barrierefreiheit ist ein fortlaufender Prozess, und es gibt immer noch Bereiche, die nicht vollständig barrierefrei sind. PDF-Dokumente und einige interaktive Komponenten sind nur teilweise zugänglich, und die Kontrastverhältnisse entsprechen nicht immer den Anforderungen. Das Feedback der Nutzer ist entscheidend, um weiter zu verbessern.
Die Entwicklungen rund um das Gestüt Heimathshausen zeigen, dass Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können. In der idyllischen Umgebung von Starnberg wird nicht nur an der Wiederbelebung eines historischen Ortes gearbeitet, sondern auch an einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Nutzung, die den Bedürfnissen von Mensch und Tier gerecht wird.
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