Akku-Check vor dem Kauf: So finden Sie das perfekte gebrauchte E-Auto
Elektroautos sind in aller Munde und das nicht ohne Grund! Immer mehr Menschen entscheiden sich für die umweltfreundliche Alternative zum Verbrenner. Vor allem gebrauchte E-Autos erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ein echter Experte auf diesem Gebiet ist Christian Hofmann, Teamleiter für Unterfranken beim TÜV Nord. Er selbst fährt bereits sein drittes E-Auto – das spricht für sich!
Beim Kauf eines gebrauchten E-Autos gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, die man nicht unterschätzen sollte. Oft schauen Käufer zuerst auf das Alter, den Preis und den Kilometerstand. Aber der entscheidende Faktor ist – und das sollte man sich echt merken! – der Zustand des Akkus. Schließlich ist der Akku das teuerste und wichtigste Bauteil eines Elektrofahrzeugs. Ein gut funktionierender Akku beeinflusst nicht nur die Reichweite, sondern auch den Wert des Autos.
Worauf achten beim Akku?
Die Kapazität der Batterie steht ganz oben auf der Liste der Prüfungen, die man vor dem Kauf durchführen sollte. Auch die Häufigkeit der Schnellladung spielt eine Rolle. Eine häufige Schnellladung kann die Lebensdauer des Akkus verkürzen. Auf die Garantie sollte man ebenfalls ein Auge haben, denn sie kann im Falle eines Defekts eine Menge Geld sparen. Käufer sollten auch nach dem SoH-Wert (State of Health) fragen. Dieser Wert gibt Aufschluss über die verbleibende Kapazität im Vergleich zum Neuzustand. Ein SoH von über 90 %? Sehr gut! Unter 80 %? Da sollte man vorsichtig sein, denn dann könnte der Preis nicht mehr stimmen.
Aber wie bekommt man diese Informationen? Ein Batteriecheck kann hier wahre Wunder wirken. Der TÜV Nord bietet einen solchen Check über einen Diagnoseadapter an. Alternativ gibt es den Batterietest von Aviloo, bei dem eine Box an die OBD-Steckdose angeschlossen wird. Das Ganze ist einfach und erfolgt per Smartphone. Man muss den Akku dafür bis auf 10 Prozent entladen – ja, das klingt erstmal nach einer Herausforderung! Doch danach erhält man innerhalb von zwei Werktagen ein Batteriezertifikat. Der Preis? Erschwingliche 99 Euro.
Die Bedeutung des SoH
Der SoH ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Indikator für die Zuverlässigkeit und die Reichweite des Fahrzeugs. Faktoren wie Ladezyklen, hohe Ladeleistungen und Temperatur können den SoH beeinflussen. Wer viel und oft schnell lädt, läuft Gefahr, den Akku schneller abzunutzen. Das ist doch irgendwie ernüchternd, oder?
Die Werte können variieren: Über 90 % ist super, zwischen 80 und 90 % ist normal für das Alter des Fahrzeugs, aber unter 80 %? Da sollte man hellhörig werden. Ein SoH-Test sollte mithilfe spezieller Diagnosegeräte durchgeführt werden, nicht nur mit OBD-Scannern. Die richtige Analyse ist entscheidend, um nicht in die Kostenfalle zu tappen.
Vor dem Kauf ist es auch ratsam, die Servicehistorie des Fahrzeugs einzusehen, insbesondere Hinweise zu Schnellladungen oder Software-Updates. Eine Probefahrt kann helfen, plötzliche Reichweitenverluste zu erkennen, die einem das Herz brechen könnten.
Also, beim nächsten Besuch beim Händler: Augen auf! Ein gebrauchtes E-Auto kann eine echte Schatztruhe sein, wenn man weiß, worauf man achten muss. Und wer weiß, vielleicht fährt man schon bald mit einem nachhaltigen Flitzer durch die Straßen von Schweinfurt.
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