Sport verbindet: 65 Jahre Stadtverband für Sport Schwandorf
Am vergangenen Samstag, dem 14. Juli 2026, feierte der Stadtverband für Sport Schwandorf im Konrad-Max-Kunz-Saal eine besondere Jubiläumsveranstaltung – 65 Jahre besteht der Verband nun schon! Ein Grund zum Feiern, könnte man sagen. Vorsitzende Karin Frankerl, die leider gesundheitlich angeschlagen war, wurde von ihrem Stellvertreter Thomas Fink vertreten. Stellvertretend für viele, die sich mit viel Herzblut in die Vereinsarbeit einbringen, wurde das ehrenamtliche Engagement gewürdigt. Über 11.000 Mitglieder, darunter 4.300 Kinder und Jugendliche, bereichern das Vereinsleben in Schwandorf und zeigen, wie wichtig der Sport für die Gemeinschaft ist.
Mit 46 Sport- und Schützenvereinen hat der Stadtverband eine beachtliche Mitgliederzahl. Die größte Sportlergemeinschaft ist der fusionierte SV Schwandorf-Ettmannsdorf mit 1.318 Mitgliedern. Weitere große Vereine sind der Sportangelverein mit 1.076 und der Skiclub mit 1.036 Mitgliedern. Im Gegensatz dazu steht der Eissportclub Schwandorf, der mit nur 21 Mitgliedern als kleinster Verein im Stadtverband glänzt. Das zeigt, dass in Schwandorf wirklich jeder einen Platz im Sport findet – egal ob im großen Team oder im kleinen Verein.
Förderung und Unterstützung
Ein wichtiger Punkt, der in der Versammlung zur Sprache kam, war die finanzielle Unterstützung, die der Stadtverband von der Stadt Schwandorf erhält. Rund 232.700 Euro jährlich fließen in die Vereinsförderung, um eine kostenlose Nutzung der städtischen Sportanlagen zu gewährleisten – und das ist keine Selbstverständlichkeit! Oberbürgermeister Andreas Feller lobte in seiner Ansprache das Engagement des Stadtverbands und die Bedeutung der Sportvereine für die Stadt. Dabei erläuterte er auch die Nutzungsbedingungen städtischer Sportanlagen und die gesetzlichen Vorgaben, die dabei eine Rolle spielen.
Die zahlreichen Veranstaltungen, die der Stadtverband organisiert, sind ein weiterer Beweis für die Lebendigkeit des Vereinslebens. Veranstaltungen wie das Bambini-Sportfest oder die Sportgala, die als „absolutes Highlight“ bezeichnet wurde, fördern nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch die Integration und Inklusion. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf betonte in diesem Zusammenhang die Rolle des Sports für die Integration, die besonders bei den jüngeren Mitgliedern von Bedeutung ist.
Ein Blick in die Geschichte
Der Stadtverband wurde am 24. März 1961 gegründet, nachdem der vorherige „Stadtverband für Leibesübungen“ 1933 aufgelöst wurde. Sepp Simon war der erste Vorsitzende, gefolgt von Größen wie Karl Braun und Ernst Schober. Letzterer würdigte in seiner Ansprache die Unterstützung durch die Stadt und die verschiedenen Oberbürgermeister, die eine wichtige Rolle im Erfolg des Stadtverbands gespielt haben. 1983 wurde der Name in „Stadtverband für Sport“ geändert, und 2014 folgte eine neue Satzung – die Geschichte ist also reich an Veränderungen und Entwicklungen.
Die Wichtigkeit von Sportvereinen für die Gesellschaft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie fungieren nicht nur als Treffpunkte für sportliche Aktivitäten, sondern auch als soziale Brennpunkte, an denen Integration gelebt wird. Eine Untersuchung zur sozialen Integration von Heranwachsenden zeigt, dass Sportvereine einen bedeutenden Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund leisten können. Sei es durch den Austausch von Kulturen oder durch die Schaffung eines gemeinsamen Ziels – Sport verbindet. Dieses Engagement wird auch von der Forschung unterstützt, die die positiven Effekte von Sport auf soziale Ungleichheiten und Integration dokumentiert.
Die Zukunft des Stadtverbands sieht vielversprechend aus. Karin Frankerl kündigte bereits kommende Events an, wie das Bambini-Sportfest am 5. August und die Sportgala am 22. Januar 2027. Damit bleibt der Stadtverband ein zentraler Akteur im Schwandorfer Vereinsleben, der auch weiterhin die Herzen der Menschen für den Sport gewinnen kann – und das ist einfach nur großartig!
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