Bärenhöhle eröffnet: Ein neuer Ort des Lernens und der Gemeinschaft in Stulln
Am vergangenen Wochenende erlebte das Johanniter-Kinderhaus Bärenhöhle in Stulln einen denkwürdigen Moment: Es wurde feierlich mit einer kirchlichen Segnung eröffnet! Inmitten von fröhlichen Gesichtern und einem bunten Rahmen aus Politik, Kirche und ehemaligen Wegbegleitern wurde dieser neue Ort der Betreuung für die Kinder aus Schwarzach offiziell eingeweiht. Das Kinderhaus, das in der St.-Barbara-Straße seinen Platz gefunden hat, nimmt seit September 2025 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt auf.
Bürgermeister Michael Wilfahrt, der selbst vor 45 Jahren in diesem historischen Gebäude als Kindergartenkind spielte, erinnerte an die langen Jahre, die es als Kinderstätte diente. Das Gebäude, errichtet in den Jahren 1956/57, hat also eine ganz besondere Geschichte. Der Wunsch nach einer eigenen Einrichtung in Schwarzach entstand, nachdem ein Kinderhaus im Dammweg eröffnet wurde. „Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden war stets von Vertrauen und Respekt geprägt“, betonte Wilfahrt. Nach seinem Amtsantritt im Februar 2025 wurde das leerstehende Gebäude renoviert, um es für den Betrieb vorzubereiten.
Ein Ort für die Kleinsten
Das Kinderhaus Bärenhöhle bietet Platz für eine altersgemischte Gruppe mit 15 Betreuungsplätzen sowie eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen. Sylvia Meyer von den Johannitern drückte ihren Dank an die Gemeinde aus und würdigte das Engagement des Teams und des Elternbeirats. In der feierlichen Atmosphäre fanden auch alte Bekannte wie Hans Prechtl, der frühere Bürgermeister von Stulln, und Rosemarie Hermann, ehemalige Leiterin der Einrichtung, einen Platz. Hermann blickte auf ihre 43-jährige Tätigkeit zurück und hob die Bedeutung der frühen Jahre für die Entwicklung der Kinder hervor.
Ein so neues und gleichzeitig traditionelles Projekt in Stulln und Schwarzach ist nicht nur ein Zeichen für das Engagement der Gemeinden, sondern auch ein Rückblick auf die jahrzehntelange Zusammenarbeit zwischen den beiden Orten. Hier wird die Geschichte lebendig, während die Kinder in der Bärenhöhle ihre eigenen Geschichten schreiben.
Ein Verein mit Herz
Die Feierlichkeiten wurden umrahmt von der Vorstandsarbeit des Volks- und Gebirgstrachtenvereins „D’Miesbergler“ Schwarzenfeld e.V., der ebenfalls eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Region spielt. Unter der Leitung von Lisa Wilhelm, der 1. Vorsitzenden, sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Jeden zweiten Donnerstag im Monat wird im Gemeinschaftsraum am Miesberg Platteln und Tanzen angeboten – eine tolle Gelegenheit zum Austausch und zur Pflege der Traditionen.
Die Vereinsstruktur ist vielfältig: So haben sich unter anderem Eiko Geiß und Stefan Daub als Kassierer etabliert, während Gerlinde Ott und Cordula Strupf-Daub die Schriftführung übernehmen. Auch die Jugendleitern Felisha Swisher sorgt dafür, dass die Traditionen an die nächste Generation weitergegeben werden. Mit einem klaren Wahlspruch – „Sitt‘ und Tracht der Alten, wollen wir erhalten und Neues mitgestalten“ – ist der Verein fest verankert in der Gemeinschaft und den Herzen der Menschen.
Das neue Kinderhaus und der engagierte Verein zeigen, wie wichtig es ist, Traditionen zu bewahren und gleichzeitig Neues zu schaffen. Hier in Stulln und Schwarzach entstehen nicht nur Gebäude, sondern vor allem Orte des Miteinanders, des Lernens und des Wachsens. Die Bärenhöhle wird zu einem Platz, an dem Kinder nicht nur betreut, sondern auch gefördert werden, und wo die Wurzeln der Gemeinschaft tief verwurzelt bleiben.
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