Wien macht den Weg frei: Elektromobilität revolutioniert die Entsorgungslogistik
In Liesing, konkret an der Oberlaaer Straße 272 in Wien, hat die Saubermacher AG kräftig in die Zukunft investiert. Die Ladeinfrastruktur für elektrische Lastkraftwagen (E-Lkw) wurde erweitert – insgesamt stehen nun 24 Ladepunkte zur Verfügung. Davon sind 20 Schnellladepunkte (Gleichstrom) und 4 Wechselstrom-Ladepunkte. Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, dass derzeit in ganz Österreich nur 19 elektrische Lkw unterwegs sind, von denen 9 in Wien stationiert sind. Und das ist erst der Anfang: Bis 2025 sollen die E-Lkw in Wien über 100.000 Kilometer zurücklegen. Das klingt nach einer Menge Arbeit!
Hans Roth, der Gründer von Saubermacher, hebt hervor, wie wichtig die elektrische Entsorgungslogistik für eine emissionsärmere und leiserere Sammlung ist. Ein wichtiges Ziel, gerade in einer Zeit, in der der Klimawandel immer deutlicher spürbar wird. 2025 wird die E-Lkw-Flotte voraussichtlich 280.000 Kilowattstunden Strom benötigen. Seit 2023 wurden bereits 616.000 Kilowattstunden Strom für die E-Lkw eingesetzt – das entspricht einer Einsparung von 135.000 Litern Diesel! Dabei kommt auch die Kraft der Sonne ins Spiel: Photovoltaikanlagen erzeugen rund 1,865 Millionen Kilowattstunden an erneuerbarem Strom. Das ist doch eine positive Nachricht!
Der Weg zur Elektromobilität
Die Saubermacher AG hat auch Förderungen für 44 E-Nutzfahrzeuge beantragt, von denen bereits 19 im Einsatz sind. Insgesamt sollen Fördermittel in Höhe von 12,5 Millionen Euro für Fahrzeuge und die notwendige Ladeinfrastruktur beantragt werden. Ein ambitioniertes Unterfangen, das in den nächsten fünf Jahren nicht weniger als 8 Millionen Kilometer emissionsfrei zurücklegen soll – und dabei fast 6.000 Tonnen CO₂ einspart! Berthold Kren, Segmentleiter von Österreich Saubermacher, betont die digitale und elektrische Zukunft der Entsorgungslogistik. Es scheint, als ob die Branche auf dem richtigen Weg ist.
Öffentliche Förderungen spielen eine entscheidende Rolle beim Ausbau der Elektromobilität im Schwerverkehr. Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) war persönlich bei der Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur anwesend und unterstrich die Wichtigkeit solcher Initiativen. Tatsächlich fördert das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge. In den nächsten vier Jahren stehen über eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ein echter Geldregen für die Branche!
Förderprogramme und ihre Bedeutung
Die Förderrichtlinie des BMV richtet sich an Unternehmen, die Ladeinfrastruktur im eigenen Depot errichten, sowie an Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte. Zu Beginn der Förderung stehen 200 Millionen Euro für verschiedene Förderaufrufe bereit. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder betont die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Umstellung im schweren Straßengüterverkehr. Das ist ein klarer Aufruf an die Unternehmen, den Umstieg auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge aktiv zu unterstützen.
Die nächsten Schritte sind klar: Förderaufrufe für nicht-öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für kleine und mittlere Unternehmen beginnen im Juni 2026. Auch für alle anderen Unternehmen gibt es einen Zeitraum von Mai bis Juli 2026, in dem Anträge gestellt werden können. Und nicht zu vergessen, auch für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur gibt es die Möglichkeit zur Förderung. Bei den Auswahlverfahren wird dabei die Ladeleistung pro Fördereuro priorisiert. Eine Online-Informationsveranstaltung ist für den 19. Mai 2026 angesetzt – also, wer Interesse hat, sollte sich unbedingt anmelden!
Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Landschaft der Elektromobilität entwickelt. Mit all diesen Initiativen und der zunehmenden Zahl von E-Lkw könnte die Entsorgungslogistik in Wien bald eine der umweltfreundlichsten und effizientesten der Welt sein. Und das ist doch eine aufregende Perspektive für die Zukunft!
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