Peter Maffay setzt mit eindringlicher Botschaft ein Zeichen gegen Hass bei den Schlossfestspielen in Regensburg
Heute, am 17. Juli 2026, fand in Regensburg ein ganz besonderes Event statt: Peter Maffay, der 76-jährige Rockstar mit der unverwechselbaren Stimme, trat bei den Schlossfestspielen auf und setzte damit ein starkes Zeichen gegen Hass und Extremismus. Inmitten der prachtvollen Kulisse von Schloss St. Emmeram sprach er direkt zu seinem Publikum und betonte die Bedeutung eines respektvollen und friedlichen Miteinanders.
Seine Botschaft war klar und eindringlich. Maffay, der sich stets zu den Werten der Demokratie bekannt hat, hob in seiner Ansprache die Unantastbarkeit der Menschenwürde hervor, besonders im Hinblick auf Artikel 1 des Grundgesetzes. „Wir müssen radikale, rassistische und menschenverachtende Positionen ablehnen, egal woher sie kommen“, erklärte er und erhielt dafür begeisterten Applaus von den Zuschauern. Der Musiker, der für seine einfühlsamen Texte bekannt ist, ließ keinen Zweifel daran, dass es ihm wichtig war, klare Kante gegen jegliche Form von Diskriminierung zu zeigen.
Ein besonderer Auftritt mit Gloria von Thurn und Taxis
In der ersten Reihe saß Gloria von Thurn und Taxis, 66, die nicht nur eine prominente Gastgeberin war, sondern auch in der Vergangenheit durch ihre politischen Kontakte in die Schlagzeilen geraten ist. Im Vorjahr hatte sie die AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel zu einem ihrer Konzerte eingeladen, was heftige Proteste nach sich zog. Maffay, der die Situation nicht ignorieren konnte, stellte klar, dass er sich für ein friedliches Miteinander einsetzt und betonte, dass jeder Spaß haben solle, bevor die Musik begann.
Die Schlossfestspiele in Regensburg sind seit jeher ein Ort der kulturellen Begegnung, aber auch ein Schauplatz von Kontroversen. Proteste, die sich gegen die Nähe von Thurn und Taxis zu Rechtsextremen richteten, haben die Festspiele in der Vergangenheit überschattet. Sogar 2025 gab es wieder Demonstrationen, als Weidel als Gast eingeladen wurde. Vicky Leandros, eine weitere Künstlerin, äußerte sich damals klar und stellte fest, dass Weidel bei ihrem Konzert „nicht willkommen“ sei. Doch die Fürstin wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Einladung sei privat gewesen.
Ein Abschluss mit Weitblick
Für Peter Maffay markierte dieser Auftritt den Abschluss seiner „Love Places“-Sommer-Open-Air-Reihe. Die Verbindung von Musik und gesellschaftlichem Engagement scheint ihm am Herzen zu liegen – ein Grund mehr, warum seine Fans ihn so lieben. Im kommenden Jahr wird er mit Johannes Oerding auf Tournee gehen, was bereits jetzt für Vorfreude sorgt.
Sein Auftritt war nicht nur musikalisch, sondern auch emotional ein Erlebnis. Die Stimmung im Hof von Schloss St. Emmeram war einmalig, und Maffay schaffte es, die Menschen zusammenzubringen, über Unterschiede hinweg. „Lasst uns einfach Spaß haben“, war der letzte Satz seiner Ansprache und das Motto des Abends. Es bleibt zu hoffen, dass die Botschaft des Friedens und des Respekts auch über die Musik hinausgehört wird.
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