Sabrina Lipp: Von Gröbenzell zu den Bunkerladies – Ein neuer Aufbruch im Regensburger Handball
Heute ist der 14.07.2026 und in Regensburg gibt es Neuigkeiten, die Handballfans zum Jubeln bringen könnten. Sabrina Lipp, die talentierte Linksaussen, hat ihren Platz im Team des ESV Regensburg gefunden. Nach Jahren beim HCD Gröbenzell, wo sie seit der Mini-Mannschaft spielte, ist sie nun bereit für die nächste Herausforderung. Der Umbruch ihres ehemaligen Clubs ist heftig – nach dem Abstieg aus der 3. Liga war die Luft raus, und Lipp suchte nach neuen Möglichkeiten. Mit ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin in der Tasche wird sie nun Teil der Bunkerladies, die sie als optimale Voraussetzung für ihre sportliche und berufliche Entwicklung sieht.
Im Jahr 2023 machte sie mit 65 Toren in 29 Partien auf sich aufmerksam und war damit eine tragende Säule im Team. Robert Torunsky, der Sportliche Leiter, beschreibt sie als verlässliche Spielerin, die nicht nur im Juniorteam eine Führungsrolle übernehmen soll, sondern auch in der 2. Liga helfen kann. Ehrgeizig, schnell und mit einem angenehmen Charakter – das sind nur einige der Merkmale, die Coach Bernhard Goldbach an Lipp schätzt. „Handball ist der beste Sport für mich“, sagt sie, und das spürt man bei jedem ihrer Schritte auf dem Spielfeld.
Rückblick auf die vergangene Saison
Die Saison 2022/23 war für den HCD Gröbenzell alles andere als einfach. Das Team kämpfte in der 3. Liga und musste ein Heimspiel gegen die SG Schozach/Bottwartal mit 22:30 abgeben. Die Enttäuschung war groß, vor allem, weil Sabrina Lipp, die bis zu ihrer Verletzung 42 Tore erzielte, nicht auf dem Feld war. Sie hatte sich im Training umgeknickt und fehlte dem Team genau in einem entscheidenden Moment. Co-Trainer Harald Fischer sprach von mentalen Blockaden, die das Team plagen, während die SG Schozach/Bottwartal das Spiel dominierte.
Die Abwehr des HCD ließ zahlreiche Lücken und die Fehlerquote war hoch. Verena Schimpf konnte zwar schnell ein erstes Tor erzielen, doch die Führung währte nicht lange. Der Halbzeitstand von 11:14 war ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen, mit denen das Team konfrontiert war. Immer wieder waren es individuelle Fehler, die dem HCD das Leben schwer machten; in der zweiten Hälfte gelang in den ersten fünf Minuten kein Treffer. Mit einem Rückstand von 18:26 neun Minuten vor Schluss war die Partie so gut wie entschieden. Jule Hultsch war die erfolgreichste Werferin an diesem Tag, doch in den entscheidenden Momenten fehlte die ordnende Hand.
Der Weg zur mentalen Stärke
In Anbetracht der Herausforderungen, mit denen die Teams konfrontiert sind, ist es spannend zu beobachten, wie die Sportpsychologie zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dominik Klein, Handball-Weltmeister von 2007, hat in einem Interview betont, wie wichtig mentale Stärke für den sportlichen Erfolg ist. Bei Workshops mit jungen HandballerInnen wurde deutlich, dass viele noch keine Erfahrung mit mentalem Training hatten. Sportpsychologin Mila Hanke vermittelte dabei, wie man Nervosität und Drucksituationen besser managen kann. Ihre Tipps sind nicht nur für Talente, sondern auch für etablierte Spieler wie Lipp von Bedeutung, die sich in der 2. Liga beweisen wollen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Sabrina Lipp in ihrer neuen Rolle bei den Bunkerladies schlägt und ob das Team die nötige mentale Stärke aufbringen kann, um in der kommenden Saison erfolgreich zu sein. Der Handball in Regensburg hat das Potenzial, mit frischem Wind und einer starken Frau an Bord neue Höhen zu erreichen. Die Fans dürfen gespannt sein!
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