Bergbusse: Nachhaltig und bequem ins alpine Abenteuer
Die Berge rufen – und das geht jetzt auch ganz ohne Auto! Mit dem Bergbus des Deutschen Alpenvereins (DAV), der 2021 ins Leben gerufen wurde, kann man die Alpenregionen vom Herzen Münchens aus bequem erreichen. Ab 2024 wird dieser Busdienst unter dem Dach des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) betrieben, was die Sache noch einfacher macht. Es ist schon fast ein kleines Abenteuer, die gewohnten Straßen hinter sich zu lassen und sich auf den Weg zu den beliebten Ausflugszielen im Ostallgäu und im Landkreis Miesbach zu begeben.
Gleich zwei Linien stehen zur Verfügung: Die Linie 996 bringt die Fahrgäste von München über Pfronten bis zur Wieskirche im Landkreis Weilheim-Schongau. Für die Liebhaber der Natur gibt es die Linie 396, die von München über Bayrischzell und das wunderschöne Leitzachtal bis nach Thiersee in Tirol führt. Und das Beste? Wer ein Deutschlandticket hat, kann kostenlos mitfahren! Nur eine Sitzplatzreservierung über den MVV sollte man vorab machen, um sicherzugehen, dass man einen Platz bekommt. Die Betriebszeiten sind an Wochenenden und Feiertagen vom 23. Mai bis 25. Oktober – perfekt also für einen spontanen Ausflug ins Grüne.
Nachhaltigkeit und Anreise leicht gemacht
Ein weiterer toller Aspekt des Bergbusses ist sein Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen. Laut den Statistiken haben im Jahr 2022 rund 11.500 Fahrgäste den Bus genutzt – das hat etwa 7.000 Autofahrten eingespart. Ein kleiner Schritt für die Umwelt, aber ein großer für die Naturfreunde, die gerne auf Auto verzichten wollen. Wenn man also die Anreise zu den Bergen plant, ist der Bergbus eine umweltbewusste Alternative, die gleichzeitig das Verkehrsaufkommen entzerrt.
Wer Mitglied im Deutschen Alpenverein ist und nachweisen kann, dass er mindestens 90 Prozent der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt hat, der kann sogar kostenlos auf ausgewählten Berghütten übernachten! Dazu gehören das Rotwandhaus und das Bodenschneidhaus. Was für ein Vorteil für alle Wanderfreunde, die gerne mal eine Nacht in den Bergen verbringen möchten!
Öffentliche Verkehrsmittel für Bergtouren
Der Bergbus ist nur ein Teil eines größeren Plans, die Anreise zu Bergtouren ohne Auto zu erleichtern. Ein neuer Netzplan für öffentliche Verkehrsmittel in den Alpen wurde veröffentlicht, der Bus- und Bahnverbindungen in Regionen wie dem Salzburger Land, Bayern und Tirol umfasst. Diese „Öffis“ ermöglichen nicht nur neue Touren, sondern reduzieren auch die Emissionen, indem sie die Autonutzung verringern.
Wer plant, die Berge mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden, kann sich über das Buch „Natürlich mit Öffis“ freuen. Darin werden 38 Bergtouren beschrieben, die ausschließlich mit Bahn und Bus erreichbar sind – perfekt für alle, die keine Lust auf Stau und Parkplatzsuche haben. Und für die Planung stehen verschiedene Apps wie DB Navigator und München Navigator zur Verfügung, die mit Routen und Buchungsmöglichkeiten unterstützen.
All diese Entwicklungen zeigen, dass sich die Anreise zu den Alpen stetig verbessert. Die MVV Bergbuslinien bieten nicht nur Verbindungen in die Ammergauer und Allgäuer Alpen, sondern auch ins Mangfallgebirge. Und wenn man Glück hat, kommt vielleicht schon bald eine Expressbuslinie zwischen Tegernsee und Jenbach dazu. Die Zukunft der Berganreise sieht vielversprechend aus!
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