In der idyllischen Landschaft des Oberallgäus, wo die Berge die Wolken küssen und die Luft frisch und klar ist, spielt sich ein bemerkenswerter wirtschaftlicher Kreislauf ab – und das hat mit den Heilbädern und Kurorten in Bayern zu tun. Laut einer aufschlussreichen Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) sind diese Orte nicht nur Rückzugsorte für Erholungssuchende, sondern auch ein echter Wirtschaftsmotor. Mit einer jährlichen Gesamtleistung von rund 5,6 Milliarden Euro und einer touristischen Wertschöpfung von knapp 2,9 Milliarden Euro sind sie von zentraler Bedeutung für die Region.

Die Zahlen sind beeindruckend: Über 86.000 Arbeitsplätze werden direkt durch den Gesundheitstourismus gesichert. In Bayerns Kurorten verbringen die Menschen jährlich rund 80 Millionen Tage, und das seit 2015 mit einem deutlich steigenden Umsatz und einer wachsenden Wertschöpfung. Auch die steuerlichen Einnahmen können sich sehen lassen – etwa 520 Millionen Euro jährlich fließen in die Kassen des Staates. Ein wahrlich blühendes Geschäft, das auch der Bayerische Heilbäder-Verband bei seiner Frühjahrstagung in Oberstdorf unterstrich. Diese Region wird übrigens als leuchtendes Beispiel angeführt, denn sie hat in die Infrastruktur des Gesundheitstourismus investiert, insbesondere mit der neuen Therme.

Ein Potenzial, das begeistert

Doch das ist erst der Anfang! Der Gesundheitstourismus hat ein enormes Zukunftspotenzial. Die Treiber sind vielfältig: Ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung, der demografische Wandel und der medizinisch-technische Fortschritt machen diesen Bereich immer relevanter. In Deutschland gibt es über 350 prädikatisierte Heilbäder und Kurorte, die ein breites Spektrum an Angeboten bieten, von Vorsorge- und Rehabilitationskuren über Wellnessurlaube bis hin zu Anschlussrehabilitations-Maßnahmen. Man kann sagen, dass hier für jeden etwas dabei ist.

Der deutsche Gesundheitstourismus generiert beeindruckende 30 Milliarden Euro Umsatz und schafft stolze 400.000 Arbeitsplätze. Das sind nicht nur Zahlen auf dem Papier – das sind Lebensrealitäten für viele Menschen, die in dieser Branche tätig sind. Außerdem macht der Gesundheitstourismus rund 30 Prozent der statistisch erfassten Übernachtungen aus. Es ist also mehr als nur ein gelegentlicher Kurztrip zur Erholung – es ist ein wesentlicher Bestandteil der touristischen Infrastruktur.

Innovationen für die Zukunft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat von 2009 bis 2011 das Projekt „Innovativer Gesundheitstourismus in Deutschland“ gefördert, um Markttrends und innovative Ansätze in diesem Bereich hervorzuheben. Der daraus entstandene Leitfaden zeigt, dass die Branche bereit ist für neue Ideen, Produkte und Kooperationsmöglichkeiten. Es wird klar, dass die Kurorte nicht nur auf Tradition setzen, sondern auch nach vorne blicken und sich den Herausforderungen der Zukunft stellen wollen.

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Insgesamt ist der Gesundheitstourismus in Bayern und darüber hinaus ein spannendes Feld. Die Kombination aus Erholung, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit macht ihn zu einem interessanten Thema für alle, die sich für die Entwicklung der Region und die Bedürfnisse der Menschen interessieren. Und während wir hier im Oberallgäu sitzen, kann man nur hoffen, dass diese positive Entwicklung weitergeht – für die Menschen, die hier leben, und für die, die hierher kommen, um neue Energie zu tanken.

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