Heute ist der 21.05.2026 und in Neu-Ulm tut sich was im Bereich der Abfallwirtschaft! Seit Anfang 2026 haben gleich elf Kommunen, darunter Altenstadt, Buch, Holzheim, Illertissen, Kellmünz, Oberroth, Osterberg, Pfaffenhofen, Roggenburg, Unterroth und Weißenhorn, ihre abfallwirtschaftlichen Aufgaben an den Kreis Neu-Ulm übertragen. Ein großer Schritt, der in der Region für frischen Wind sorgt.

Die Gebührenkalkulation, die sich nach der Anzahl der Leerungen und der Kopfzahl pro Grundstück richtet, sorgte vergangenes Jahr für ordentlich Wirbel. Verständlich, denn Geld ist schließlich ein sensibles Thema. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) hat nun ein erstes Fazit für die ersten vier Monate gezogen und dabei eine beachtliche Restmüllmenge von nur 29 Kilogramm pro Einwohner festgestellt. Hochgerechnet läge das bei unter 100 Kilo pro Kopf im Jahr – ein echter Fortschritt im Vergleich zu 2025, als die durchschnittliche Restmüllproduktion noch bei 140 Kilo lag.

Die Sorgen der Anwohner

Eine der großen Ängste, die viele hatten, war die mögliche Zunahme von unerlaubten Müllablagerungen in der Natur. Doch siehe da: Diese Befürchtungen waren unbegründet! Trotz der Umstellung gab es keine Zunahme solcher unerwünschten Praktiken. Ein erfreulicher Aspekt, der zeigt, dass die Bürger in der Region verantwortungsvoll mit ihrem Müll umgehen.

<pAllerdings gibt es auch noch Herausforderungen. Bei der Biomüllerfassung hat sich ein Rückstand eingestellt, und in den ersten beiden Monaten des Jahres scheiterte es an der Bereitstellung der notwendigen Behälter in zehn der elf Kommunen. Das hat die ordnungsgemäße Trennung des Biomülls erschwert – hier wird noch Nachholbedarf gesehen. Ab dem 1. Juli dürfen sich die Bürger auf eine Umtauschgebühr von etwa 44 Euro freuen, wenn sie Änderungen an ihren bestellten Abfallbehältern vornehmen möchten. Na, das wird sicher ein Hit!

Optimierungen und Entwicklungen

Der AWB hat sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausgeruht. In Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsunternehmen Knittel wird das Sperrmüllangebot optimiert. Nach den Sommerferien soll ein neues Modell getestet werden, das hoffentlich den Bedürfnissen der Bürger besser gerecht wird. Auch die Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe und Grüngutsammelstellen werden ständig überprüft – wie praktisch!

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Ein weiteres spannendes Projekt steht in den Startlöchern: Der AWB plant den Verkauf von aufbereitetem Kompost in Sackware an zwei Grüngutsammelstellen. Da könnte sich der ein oder andere Hobbygärtner freuen und seinen Garten mit hochwertigem Kompost versorgen!

Übrigens wurden von insgesamt 900 Objekten noch nicht alle Rückmeldungen zum Bedarf an Abfallbehältern erhalten. Der Versand der Gebührenbescheide für 2026 hat bereits begonnen und die sogenannten „Nichtmelder“ erhalten nun Post. Man kann gespannt sein, wie viele sich noch melden und vielleicht mit einem Bußgeld belegt werden!

Ein Blick auf die Abfallstatistik

<pDoch nicht nur in Neu-Ulm gibt es interessante Entwicklungen. Deutschlandweit zeigt die jährliche Abfallbilanz, dass Kunststoffabfälle eine immer größere Rolle spielen. Diese sind unter den "gemischten Verpackungen / Wertstoffen" zu finden. Die relevanten Schlüsselnummern und Daten zum Kunststoffaufkommen in den Abfallentsorgungs-Anlagen sind in der Fachserie 19, Reihe 1 "Abfallentsorgung" veröffentlicht. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, auch im Bereich der Abfallwirtschaft auf eine ordnungsgemäße Trennung zu achten. Kunststoffe in der grauen Tonne werden unter "Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle" erfasst – ein weiterer Grund, der Mülltrennung die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

<pIn der Kombination aus regionalen Maßnahmen und den bundesweiten Entwicklungen zeigt sich, dass Abfallwirtschaft nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance für alle Bürger sein kann. Man muss nur die Augen dafür öffnen!